Bayr zum Internationalen Tag der Umwelt: Wasser ist Leben

Wien (SK) SPÖ-Abgeordnete Petra Bayr nimmt den Internationalen Tag der Umwelt, der seit 1972 am 5. Juni begangen wird, zum Anlass, nicht nur den heurigen österreichischen Schwerpunkt der Wasserversorgung zu unterstützen, sondern in ihrer Eigenschaft als SPÖ-Bereichssprecherin für Entwicklungszusammenarbeit darauf hinzuweisen, dass vor allem in Entwicklungsländern die bisherigen Privatisierungen der Wasserversorgung zu desaströsen Zuständen geführt haben. ****

Die von Weltbank, IWF und anderen Kreditgebern verlangten Liberalisierungen und Privatisierungen würden mit Sicherheit nicht die Demokratisierung, welche sie vorgeben zu befördern. "Im Gegenteil: Es ist im internationalen Vergleich auch innerhalb Europas deutlich geworden, dass nur öffentliche Institutionen an einem hohen Qualitätsniveau der öffentlichen Wasserversorgung interessiert sind. Private wollen ihre Gewinne maximieren - und zwar ausschließlich", so Bayr.

Bayr wies darauf hin, dass internationale Berechnungen davon ausgehen, dass in 30 bis 40 Jahren vermutlich bis zu 50 Prozent der Weltbevölkerung Probleme mit der Wasserversorgung haben werden. Derzeit seien es eineinhalb Milliarden Menschen, die keinen Zugang zu Trinkwasser haben.

"Wasser ist Leben - das gilt für das flüssige Gold Trinkwasser, um das mittlerweile Kriege geführt werden, genau so, wie für die Meere und Ozeane, wo ein unendlich reicher Schatz von Biodiversität und Artenreichtum zum Teil noch unerforscht schlummert", unterstrich die SPÖ-Abgeordnete.

"Es gibt geschätzte acht Mal so viele Tier- und Pflanzenarten, wie BiologInnen heute kennen - viele davon in den Ozeanen." Petra Bayr warnt vor der derzeitige Entwicklung in Richtung industrieller Ausbeutung dieser teilweise noch unbekannten Schätze. Die so genannte "Biopiraterie" bezeichnet die Patentanmeldung auf biologische Eigenheiten, deren Nutzung nicht wieder nur wenigen vorbehalten sein darf.

Bayr betonte in diesem Zusammenhang, das Österreich so wie alle Binnenstaaten sehr wohl auch vom ökologischen Zustand der Ozeane betroffen ist. Das fragile Gleichgewicht der Ökosysteme sei für alle Menschen dieser Welt von lebenswichtiger Bedeutung. (Schluss) ns/mm

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