"Treffpunkt Kultur": Horch mal, wer da spricht ...

Die Koller leiht "Shrek 2" ihre Stimme

Wien (OTS) - Barbara Rett präsentiert in "Treffpunkt Kultur" am Montag, dem 7. Juni 2004, um 22.30 Uhr in ORF 2 u. a. Dagmar Koller, die als gute Fee Kinokarriere macht:

Gute Fee: Dagmar Koller trifft "Shrek": Die Musicaldiva leiht ihre Stimme der bitterbösen Trickfilm-Farce

Natürlich ist Dagmar Koller in den Augen ihrer Bewunderer per se eine märchenhafte Erscheinung. Dass sie sich aber mit unflätig-flatulierenden Monstren abgibt und in einem korrupten Märchenreich zugange ist, mag doch verwundern. "Shrek 2", die Fortsetzung der bitterbösen Pixel-Parodie auf den Disney-Stil, steht vor dem österreichischen Kinostart, und die Operettendiva leiht darin ihre Stimme einer - natürlich: guten Fee. Wie schon das Oscar-prämierte Original spart das animierte Sequel nicht mit satirischen Seitenhieben: Das entlegene Königreich "Far, Far Away" gemahnt an Hollywood, Schneewittchen wird als eine beschrieben, die "mit sieben Männern lebt, aber nicht gerade einfach ist", und Pinocchio ist Unterwäsche-Fetischist. Wenn "La Koller" ihre Stimme der Märchenfarce leiht, tut sie dies in bester US-Tradition: Für die englischsprachige Originalfassung standen unter anderem Stars wie Mike Myers, Eddie Murphy und Cameron Diaz vor den Mikrofonen.

Naturkind: "Daphne" in der Staatsoper - und im ORF: Dirigent Semyon Bychkov und Ricarda Merbeth live im Studio

Nach mehr als 30 Jahren bringt die Staatsoper nun eine Neuinszenierung der "Daphne" heraus. Als sich Richard Strauss dieser "bukolischen Tragödie" einst annahm, stand er vor einer besonderen Herausforderung - schließlich handelt es sich um den ältesten Opernstoff überhaupt. Für ein "kindliches Philologenmärchen" hielt der Maestro eine frühe Fassung seines Librettisten Joseph Gregor. Erst als der Komponist selbst die Schlussszene veränderte, hob er die Oper in jenen Rang, den sie heute genießt - jenen des großen Alterswerks. An der Wiener Staatsoper inszeniert Nicolas Joel. In der starbesetzten Aufführung sind Walter Fink, Marjana Lipovsek, Michael Schade, Johan Botha und Ricarda Merbeth (Titelrolle) zu sehen und zu hören. Es dirigiert Semyon Bychkov. Die beiden Letzteren sind live bei Barbara Rett im Studio.
"Daphne" ist auch im ORF groß im Programm: Am Donnerstag, dem 10. Juni, zeigt ORF 2 um 10.30 Uhr live aus der Staatsoper Karl Löbls Matinee anlässlich der Neuinszenierung. Neben Michael Köhlmeier, der in bewährt fesselnder Weise über den antiken Daphne-Stoff von Ovid erzählen wird, stammen die weiteren Gäste aus dem Leading Team der Neuinszenierung, die drei Tage nach der Matinee zur Premiere gelangt. Darunter befinden sich Dirigent Semyon Bychkov, Regisseur Nicholas Joel, Marjana Lipovsek, Ricarda Merbeth und Michael Schade. Und am Samstag, dem 3. Juli, ist dann die Oper in integraler Länge im ORF zu sehen - um 22.10 Uhr in ORF 2. Österreich 1 überträgt die Premiere am Sonntag, dem 13. Juni, live ab 19.30 Uhr.

Treffen der Titanen: Peter Zadek und Peter Kern: Der schwergewichtige Schauspieler interviewt den Theatergiganten

Er arbeitete mit Versatzstücken der Pop-Art und des Comicstrips. Er hat keine Berührungsängste mit Trivialem, Revuen und Musicals. "Wenn Leute meinen, bei mir einen Stil zu erkennen, dann frage ich mich, was ich falsch gemacht habe", sagt Peter Zadek über seine Arbeit. Nun gastiert seine Berliner Inszenierung von Ibsens "Peer Gynt" bei den Wiener Festwochen. Der Theatergigant, oft als "schwierig" beschrieben, stellt sich nun in "Treffpunkt Kultur" einem ausführlichen Interview. Nicht mit einem Journalisten, sondern mit einem, der nicht von ungefähr als Schwergewicht der Bühne bezeichnet wird: Peter Kern, Provokateur, Schauspieler, Filmemacher - auch er einer mit Hang zur Attitüde. Ein Gipfeltreffen zweier männlicher Diven.

Lebensangst: "Baumeister Solness" - Thomas Ostermeier inszeniert Ibsen in Wien

Der erfolgreiche Baumeister hat Angst: Lebensangst, Höhenangst, Angst vor dem Altern. Doch dann steht die Jugend vor der Tür, in Gestalt einer Bewunderin und lässt sich nicht abweisen. Für eine Koproduktion von Burgtheater und Wiener Festwochen hat Thomas Ostermeier Ibsens "Baumeister Solness" neu inszeniert. Die Titelrolle spielt Gert Voss. Premiere ist am 10. Juni im Akademietheater. "Treffpunkt Kultur" stellt die Inszenierung vor.

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