Altlast Lobau: Erster Schritt der Absicherung abgeschlossen

45 Millionen Euro Investition für die Umwelt

Wien (OTS) - Im Oktober 2002 begannen die Bauarbeiten zur Absicherung einer der flächenmäßig größten Wiener Kriegs-Altlast, dem Tanklager Lobau. Nun ist ein wesentlicher Teil - die Errichtung der Dichtwand - abgeschlossen. Weitere Absicherungsarbeiten werden bis 2006 durchgeführt. "Diese High-Tech-Maßnahmen dienen dem Umweltschutz, sichern Arbeitsplätze, fördern die Wirtschaft und sind Investitionen für kommende Generationen, denn gerade in einem so sensiblen Ökosystem war diese Maßnahme ein bedeutender Schritt", erklärt Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina.****

Mit dem 45 Millionen Euro- Projekt wurde eine zirka 3,3 kilometerlangen L-förmigen Dichtwand entlang der Neuen Donau und der Lobgrundstraße errichtet. Diese Dichtwand hat die Aufgabe künftig eine Durchströmung der Altlast von der Neuen Donau her zu verhindern. Auf Grund der geologischen Verhältnisse in diesem Bereich musste sie stellenweise bis in eine Tiefe von zirka 65 Meter unter Gelände ausgeführt werden. In Summe wurden zirka 145.000 m2 Dichtwand hergestellt.

Im nordöstlichen Teil des Tanklagers wurden insgesamt sieben Sperrbrunnen errichtet. Der Betrieb dieser Sperrbrunnen wird abhängig vom jeweiligen Grundwasserstand erfolgen. Durch diese Brunnen wird ein Abströmen von kontaminierten Grundwasser aus dem Bereich des Tanklagers verhindert. Im westlichen Bereich des Ölhafens Lobau wird ein Sperrelement errichtet.

Bei der Altlast Zentraltanklager Lobau handelt es sich um eine Kriegsaltlast, die in erster Linie durch Bombardements während des Zweiten Weltkrieges entstanden ist.

Von der MA 45, Wasserbau, - der für Altlasten zuständigen Fachabteilung in Wien - wurde gemeinsam mit Zivilingenieuren, nach einem umfangreichen Variantenstudium, ein Projekt zur Absicherung der Altlast ausgearbeitet.

Kosten und Zeitplan

Die Bauarbeiten werden in vier Bauabschnitten durchgeführt. Die Gesamtbauzeit beträgt vier Jahre. Derzeit ist der Bauteil 1 , die Errichtung der Dichtwand in Fertigstellung.

o Der Bauteil 2, die Errichtung der Brunnen, Rohrleitungen und die Steuerungstechnik wurde im März 2004 fertiggestellt. o Die Bauarbeiten zum Bauteil 3, dem Hafenelement werden im Herbst 2004 begonnen. o Der 4. Bauabschnitt, die Renaturierung des Hausgrabens wird im Herbst 2005 begonnen.

Die Gesamtprojektskosten belaufen sich auf ca. 45 Millionen Euro. Die Baukosten für die Altlastabsicherung werden zu 95 Prozent durch den Bund nach dem Altlastensanierungsgesetz gefördert. (Schluss) bfm

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Birgit Flenreiss-Mäder
Tel.: 4000/81 353, Handy: 0664/32 69 753
fle@ggu.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0014