APA OTS Politikportalanalyse: Vaterlandstreue und Sanktionsheldentum als EU-Wahlkampfthema

Wien (OTS) - Auch in der aktuellen MediaWatch-Untersuchungswoche (28.5.-3.6.2004) beherrschte die Diskussion rund um die Sanktionen und die Rolle des SPÖ-EU-Abgeordneten Hannes Swoboda die Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen.

So steht Hannes Swoboda mit 396 Nennungen an der Spitze des im Auftrag von APA OTS Originaltext-Service von MediaWatch durchgeführten Top 30-PolitikerInnen-Rankings. Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider, in der vergangenen Woche noch auf Platz eins, folgt mit 392 Nennungen auf dem zweiten Rang. Auf Position drei liegt Karl-Heinz Grasser mit 321 Nennungen. Der Finanzminister forderte, Defizitsündern in der EU das Stimmrecht zu entziehen.

Bundeskanzler Schüssel, mit 264 Nennungen auf dem vierten Rang, versuchte die Wogen zu glätten. Schüssel distanzierte sich von den europapolitischen Ideen Grassers. Zum U-Ausschuss in Sachen Sanktionen meinte der Bundeskanzler, er wolle sich nicht an der "virtuellen Diskussion" beteiligen und nur mehr über "wichtige EU-Themen" sprechen. Anders Vizekanzler Hubert Gorbach (171 Nennungen / Rang sieben), für den die Wahrheit über das Verhalten von SPÖ-Politikern während der EU-"Sanktionszeit" ans Tageslicht kommen muss.

Auch Hans-Peter Martin beteiligte sich an der Debatte rund um das Verhalten von Hannes Swoboda während den EU-Sanktionen, zudem sieht sich der "Aufdecker" nun auch selbst mit dem Vorwurf des Spesenmissbrauches konfrontiert. Martin belegt mit 208 Nennungen den fünften Platz im MediaWatch Top-30 PolitikerInnen-Ranking.

Hohe mediale Aufmerksamkeit erreichten auch EU-Kommissar Franz Fischler (82 Nennungen / Platz 19), der überaus kritische Worte zur FPÖ und zur österreichischen Europapolitik fand. Die ÖVP reagierte wenig erfreut auf die Kritik ihres Parteikollegen:
Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (97 Nennungen / Rang 16) sagte, Fischler sei eben "verpflichtet, europäisch zu denken und nicht österreichisch". Besonders scharf fiel die Replik der FPÖ aus.

Im aktuellen MediaWatch Ranking können sich insgesamt 17 VertreterInnen der ÖVP platzieren. Die SPÖ ist mit fünf, die FPÖ mit vier PolitikerInnen vertreten. Für die Grünen ist Johannes Voggenhuber (91 Nennungen / Platz 15) in den Top-30. Weiters im Ranking sind die parteilose Politiker BM Karl-Heinz Grasser und BP Thomas Klestil sowie Hans-Peter Martin von der Liste HPM.

Mediawatch analysiert im Auftrag von APA OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at kostenlos abrufbar.

Die kompletten Daten und alle bisherigen Analysen sind über den kostenpflichtigen Service http://www.defacto.at erhältlich (Download über den Link "Alle Analysen" am unteren Ende des Rankings).

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