Umwidmungsskandal im 3. Bezirk nach dem SPÖ-Motto: Freunde wünschen, wir widmen!

Statt zu einem Park- und Erholungsgebiet, soll Grünland in der Sechskrügelgasse zu Bauland (Bauklasse 4) umgewidmet werden

Wien, 04-06-2004 (fpd) - Grünraum, Grünland und Sporterholungsgebiete sind in der Landstraße massiv bedroht. Diese Vorgangsweise hat im dritten Bezirk und im roten Wien mittlerweile Methode. Ganz nach dem Motto: "SPÖ-Freunde wünschen und die SPÖ widmet", so der Landesparteiobmann der Wiener Freiheitlichen LAbg. Heinz-Christian Strache.

Dem Vernehmen nach gibt es zwischen der Umwidmung und dem zukünftigen Projekt und dem nicht nur bei diesem Umwidmungsplan sehr engagierten SPÖ-Bezirksvorsteher-Stellvertreter und Architekten Dipl. Ing. Rudolf Zabrana einen ursächlichen Zusammenhang. Um die schiefe Optik zurechtzurücken ist Dipl. Ing. Rudolf Zabrana aufgerufen, der interessierten Öffentlichkeit mitzuteilen, ob es von ihm irgendeine berufliche Verquickung in dieser Causa gibt.

Am 6. Mai 2004 fand jedenfalls in der Bezirksvorstehung Landstraße eine Informations- bzw. Bürgerversammlung zur geplanten Umwidmung statt. Zahlreiche empörte Anrainer kamen um gegen das geplante "Drüberfahren" der SPÖ-Bezirksvorstehung zu protestieren. Um diesen Stimmen eine politische Lobby zu geben, thematisierte Strache -genauso wie beim Rudolf von Alt-Platz, Wien-Mitte, Sofiensäle und dem Schlachthof St. Marx - auch jetzt diese Flächenwidmungscausa und hofft so den Landstraßern in ihrer Wohnumgebung direkt helfen zu können.

BV-Stv. Rudolf Zabrana stellte als Vertreter der SPÖ bei der Bürgerversammlung fest, daß in diesem Grätzel "keine Park, kein Sporterholungsgebiet und auch keine Tiefgarage gebraucht wird." Explizit wurde von Zabrana weiters festgestellt, "daß vier Wohnhäuser in Bauklasse 4 hingebaut werden und die Bürger doch froh sein sollen, daß keine Hochhäuser hinkommen." Derzeit sind die umliegenden Gebäude in Bauklasse 2 gewidmet.

Es hat sich in der Zwischenzeit eine "Bürgerinitiative Lebensraum Landstraße" gebildet, der unter anderen auch der prominente ORF-Journalist Hugo Portisch angehört, berichtet Strache.

Auch befindet sich im Bereich des geplanten Umwidmungsgebietes ein denkmalgeschütztes spätklassizistisches Bürgerhaus mit bemerkenswerter Doppeltreppe, das der Gemeinde Wien gehört. Dieses denkmalgeschützte Gebäude liegt unmittelbar neben dem betroffenen Grünland in der Sechskrügelgasse 6. Die Anrainer berichten, daß die Wohnungen seit Jahren nicht mehr vermietet werden und das Haus offensichtlich von Mietern befreit wurde. Plant die Gemeinde Wien vielleicht sogar den Abbruch dieses denkmalgeschützten Gebäudes, stellt Strache die unbeantwortete Frage in den Raum!

Die Zubetonierung von Grünland sowie die Abholzung von rund 50 gesunden Bäumen muß jedenfalls im Interesse der Anrainer verhindert werden. Ich werde meinen Beitrag dazu leisten und fordere die Bezirksvorstehung auf, von diesem Zubetonierungswahn Abstand zu nehmen, so Strache abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0001