ÖAMTC: Was Autofahrer über Biker wissen sollten

Wer die Sichtweise des anderen kennt, vermeidet brenzlige Situationen

Wien (ÖAMTC-Presse) - Biker sind die besseren Autofahrer und Autofahrer sind die besseren Biker: "Wer die Sichtweise des anderen kennt, tut sich leichter mit partnerschaftlichem Verhalten im Straßenverkehr", weiß ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte Roman Michalek. Der Club-Experte hat die wichtigsten Punkte zusammengestellt, was Motorradfahrer und Autolenker voneinander wissen sollten, um Konfliktsituationen und Unfälle im Straßenverkehr zu vermeiden:

Die Verhaltensregeln für Autofahrer

* Kanaldeckel, Schienen, Wasserlachen sowie Glasscherben auf der Fahrbahn zwingen Biker zum Ausweichen. Vorausschauendes Fahren bedeutet für den Autolenker daher, dass die Fahrlinie des Motorradfahrers vorausberechnet werden muss.

* Der Seitenabstand sollte so gewählt werden, dass zwischen Auto und Bike mindestens eineinhalb Meter Abstand besteht. Autolenker sollten niemals Einspurige am Vorbeifahren hindern. Das provoziert nur Streitereien und erhöht die Unfallgefahr.

* Vor jedem Öffnen der Autotür muss man sich vergewissern, ob nicht gerade ein Motorrad kommt.

* Beim Linksabbiegen nach Motorrädern Ausschau halten, aufgrund der schmalen Silhouette sind Bikes schwerer auszumachen und das Tempo wird häufig unterschätzt.

* Um das Unfallrisiko zu vermindern, müssen die Autofahrer sich darauf einstellen, dass Motorräder in Sachen Beschleunigung, Geschwindigkeit und Wendigkeit anders ausgestattet sind als Pkw. Wer das beachtet, vermeidet brenzlige Situationen.

Die Verhaltensregeln für Biker

* Im Kolonnenverkehr muss der viel kürzere Bremsweg des Autos einkalkuliert werden.

* Durch stehende Kolonnen schlängeln, kann gefährlich sein. Das Vorbeifahren an einer Kolonne ist daher nur dann erlaubt, wenn die Kolonne steht, wenn man sich vor einer Kreuzung, Straßenenge, Baustelle, Eisenbahnkreuzung oder im Stau befindet und wenn ausreichend Platz zur Verfügung steht.

* Motorräder haben keine Knautschzone. Daran sollten Biker immer denken. Unabhängig von der Schuldfrage sind es meist die Motorradfahrer, die an den Unfallfolgen verstärkt leiden. Biker sind deshalb besonders gefordert, immer für andere mitzudenken.

Die wichtigste Regel allerdings lautet: "Ein freundliches Miteinander und das Unterlassen von Provokationen trägt gewaltig zur Klimaverbesserung und Unfallvermeidung bei"; erklärt ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte Michalek abschließend.

"Zweirad-Guide" für mehr Sicherheit beim Biken

In einer vom ÖAMTC herausgegebenen Broschüre, finden Biker auf 36 Seiten alles Wissenswerte rund um das Thema Motorrad. Der "Zweirad-Guide" liegt an allen Dienstellen, Stützpunkten und Fahrsicherheitszentren kostenlos auf. Auf der Homepage des Clubs unter http://www.oeamtc.at/motorrad/ findet sich alles Wissenswerte rund um das Thema Motorrad.

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ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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