Asamer & Hufnagl eröffnen die modernste Zementfabrik Bosniens

Österreichischer Baustoffkonzern investierte 55 Millionen Euro in Kauf und Renovierung des Zementwerkes Lukavac

Wien (OTS) - Mit der offiziellen Neueröffnung des Zementwerkes in Lukavac, Bosnien/Herzegowina, am Freitag, 4. Juni, hat die Firmengruppe Asamer & Hufnagl nun eine der größten Auslandsinvestitionen in Bosnien/Herzegowina zum Abschluss gebracht. Insgesamt hat die Asamer-Tochterfirma ALAS bisher in den Kauf und die komplette Erneuerung des Zementwerkes Lukavac 55 Millionen Euro investiert.

Mit dem Privatisierungsvertrag vom 12. Oktober 2001 hat ALAS International 51 Prozent der im Großraum Tuzla gelegenen Zementfabrik Lukavac übernommen. Kaufpreis waren rund 20 Millionen Euro. Inzwischen hält ALAS - nach dem Ankauf von Anteilen von Investmentfonds und Kleinaktionären - 80 Prozent am Zementwerk Lukavac. Mit Gesamtinvestitionen von weiteren 35 Millionen Euro, die ALAS einbrachte, wurde die Zementmahlkapazität von 250.000 Tonnen Zement auf 700.000 Tonnen erhöht, weiters wurde in neue Silo- und Filtereinrichtungen investiert, neue Brenn- und Mahlaggregate errichtet sowie der Drehrohrofen modernisiert und von importiertem "Heizöl schwer" auf lokal abgebaute Kohle umgestellt.

Das 1974 errichtete Zementwerk Lukavac war zunächst als reine Recyclingfabrik konzipiert. Der hier verwendete Kalkstein war ein Abfallprodukt aus einer Sodafabrik.

Die Fabrik überstand den Krieg der Jahre 1992 bis 1995 relativ unbeschadet, kämpfte allerdings danach mit den klassischen Problemen vieler Staatsbetriebe in Ost- und Südosteuropa: Die Herstellungskosten waren zu teuer, das Unternehmen beschäftigte in Relation zur Produktionsmenge zu viel Personal und verursachte obendrein massive Umweltbelastungen.

Mit den nun fertig gestellten Investitionen wurden diese Probleme komplett beseitigt und die rund 250 Arbeitsplätze in der Zementfabrik Lukavac dauerhaft gesichert. Die Umweltbelastungen sanken trotz einer Produktionssteigerung auf das Dreifache um mehr als 95 Prozent.

Zunächst wurde in die Rohstoffwirtschaft und in die bestehende Klinkerproduktionslinie investiert, diese wurde kapazitätsmäßig erweitert und wesentlich modernisiert. Insbesondere wurde auch der Elektrofilter generalsaniert und modifiziert, sodass die Staubemissionen wesentlich unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen.

Weiters wurde die Klinkerproduktion auf Kohleverbrennung umgestellt. Die Kohle stammt im Gegensatz zum importierten "Heizöl schwer" aus lokalen bosnischen Kohlegruben, deren Bestand dadurch besser abgesichert wurde. Dazu wurde der bestehende Drehrohrofen mit einem hochmodernen kombinierten Brenner ausgestattet. Zusätzlich wurde ein Kohlelager und eine Kohlemahlanlage gebaut. Weiters wurde die Zementmahlkapazität durch den Bau einer zweiten hochmodernen Zementmahlanlage mehr als verdoppelt.

Mit der deutlichen Kapazitätserweiterung der Zementfabrik Lukavac sinkt auch die Auslandsabhängigkeit Bosnien/Herzegowinas bei Zement. Das Land benötigt derzeit rund 1,6 Millionen Tonnen Zement pro Jahr. Bis zur Erweiterung der Zementfabrik Lukavac wurden in Bosnien/Herzegowina allerdings nur rund 500.000 Tonnen Zement produziert. Der Rest von mehr als einer Million Tonnen wurde aus Serbien, Kroatien und Ungarn importiert. Fast die Hälfte dieser Importe kann nun durch Zement, der in Lukavac hergestellt wird, ersetzt werden. Alleine der nun nicht mehr nötige Import von annähernd 500.000 Tonnen Zement (Preis rund 60 Euro je Tonne) verbessert die bosnische Außenhandelsbilanz um rund 30 Millionen Euro pro Jahr.

Die Unternehmensgruppe Asamer & Hufnagl, die 2000 in die Asamer Holding GmbH und die Privatstiftung Traunstein gegliedert wurde, befindet sich komplett in Familienbesitz. Das Unternehmen verfügt über 90 Standorte in zehn Ländern, in Österreich, in Ost- und Südosteuropa sowie über ein Betonwerk in Saudi Arabien. Insgesamt erwirtschafteten die 2.250 Beschäftigten zuletzt einen Jahresumsatz von rund 300 Millionen Euro. 240 Millionen entfallen auf den Baustoffbereich, weitere 60 Millionen Euro stammen aus den Aktivitäten des Familienkonzerns im Recycling- und Abfallbereich, aus Tourismus und Immobilienprojekten.

Fotos elektronisch unter: http://www.prime.co.at/lukavac.htm

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Kurt Asamer
Asamer Holding GmbH
Unterthalhamstraße 2
A-4694 Ohlsdorf
Tel.: 07612 / 799 - 720
Fax: 07612 / 799 - 716
Mail: k.asamer@asamer.at
Internet: www.asamer.at
oder:
Mag. Christa Praher
Prime Communication & Corporate Finance - Consulting GmbH
Währinger Straße 2-4/1/48
A-1090 Wien
Tel.: +43/1/317 25 82 - 13
Fax : +43/1/317 25 82 - 20
Email: praher@prime.co.at
Internet: www.prime.co.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0002