Venustransit im ORF: "Modern Times spezial" und Co.

Auch Ö1 und Ö3 berichten über das Himmelsphänomen

Wien (OTS) - Am 8. Juni 2004 findet ein seltenes astronomisches Ereignis statt - der Venustransit. Dabei zieht Nachbarplanet Venus als schwarzer Punkt vor der Sonnenscheibe vorüber. Diese "Mini-Sonnenfinsternis" ist per Schutzbrille mit freiem Auge sichtbar. Ein "Modern Times spezial" von Martin Papirowski und Peter Leippe beschäftigt sich anlässlich dieses Himmelsphänomens mit dem "Wettlauf zur Venus". Das Spezial ist am Sonntag, dem 6. Juni 2004, um 14.20 Uhr in der Bearbeitung von Ivo Filatsch in ORF 2 zu sehen. "Willkommen Österreich" hat dazu am 7. Juni eine Astrophysikerin ins Studio geladen. Auch Ö1 und Ö3 informieren über den Venustransit: Ö1 berichtet am Montag, dem 7. Juni, in den Nachrichten und "Journalen" über diesen und auch über historische Transite. Am Dienstag, dem 8. Juni, gibt es in Ö1 von 8.00 Uhr bis Mittag in den Nachrichten und "Journalen" Live-Berichte von der Universitätssternwarte Wien. Ö3 hat am Montag im "Ö3-Wecker" mit Robert Kratky sowie am Dienstag während des Ereignisses aktuelle Berichte im Programm: mit Storys rund um das astronomische Großereignis, Korrespondenteneinstiegen von Sternwarten und einem Expertentalk mit Gerda Rogers, die den Venustransit auch aus astrologischer Sicht beleuchtet. Im Rahmen der redaktionellen Berichterstattung von ORF.at wird ein Themenschwerpunkt zum Venustransit angeboten. Neben Hintergrundberichten über das astronomische Ereignis werden in Kooperation mit dem Sonnenobservatorium Kanzelhöhe Live-Bilder gezeigt.

Modern Times spezial: Wettlauf zur Venus

Das Himmelsschauspiel hat große historische Bedeutung: Im Jahre 1769 beobachteten Astronomen aus aller Herren Länder von verschiedenen Orten der Erde aus den Venustransit. Dazu zählte auch der Jesuitenpater und Astronom Maximilian Hell, zu jener Zeit Vorstand der Wiener Universitätssternwarte. Hell nahm den Venusdurchgang vor der Sonne vom norwegischen Nordkap aus ins Visier. Derselbe Anlass führte den britischen Kapitän James Cook an Bord seines Schiffes "Endeavour" zu einer weiteren, berühmt gewordenen Expedition in den damals noch weithin unerforschten Südpazifik. Der Hintergrund für dieses erste wissenschaftliche Großprojekt Europas war das Bestreben, die Entfernung der Erde von der Sonne so präzise wie möglich zu bestimmen. Bis dahin waren die Himmelsbeobachter auf mehr oder weniger exakte Schätzungen angewiesen. Erst die Vermessung des Venustransits aus unterschiedlichen Blickwinkeln lieferte einen überraschend genauen Wert von etwas mehr als 150 Millionen Kilometern. Heute wird die Distanz Erde - Sonne mit exakt 149.597.870 Kilometern angegeben - und bildet als so genannte Astronomische Einheit (AE) den "Ur-Meter" der Himmelsforschung.

Venusdurchgänge immer im Doppelpack

Die "Modern Times spezial"-Dokumentation "Wettlauf zur Venus" präsentiert die historischen Forschungsexpeditionen in detailreich nachgestellten Spielszenen und aufwendig produzierten Computeranimationen. Auch heute noch hat der Venustransit wissenschaftliche Bedeutung. So halten die Astronomen bei ihrer Suche nach extrasolaren Planeten unter anderem Ausschau nach dem möglichen Transit eines Planeten vor seinem Stern. Venusdurchgänge erfolgen auf Grund der Bewegungen der Planeten immer im Doppelpack - innerhalb von rund acht Jahren. Und so findet der nächste Venustransit bereits am 5. Juni 2012 statt. Danach dauert es dann wieder mehr als ein Jahrhundert, ehe unser Nachbarplanet eine weitere "Mini-Sonnenfinsternis" verursacht.

"Willkommen Österreich" am 7. Juni

Elisabeth Engstler und Wolfram Pirchner präsentieren in "Willkommen Österreich" am Montag, dem 7. Juni, um 17.05 Uhr in ORF 2 als Stargast eine Astrophysikerin, die alles über das Phänomen Venustransit weiß. Dr. Sabine Schindler ist Präsidentin der österreichischen Gesellschaft für Astronomie und Astrophysik sowie Vorstand des Instituts für Astrophysik. Den Zusehern von "Willkommen Österreich" bringt sie das kosmische Ereignis näher und erklärt, was sie am Himmelszelt und seinen Sternen begeistert.

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