Prokop: Jugendarbeitslosigkeit in NÖ stabilisiert sich Lehrlingsauffangnetz und Jugendsonderprogramm greifen

St. Pölten (NÖI) - Die Arbeitslosigkeit ist in NÖ gegenüber dem Vergleichzeitraum des Vorjahres zwar um 2,4 % angestiegen, der Anstieg lag aber im Vormonat noch bei 6,5 %. Ein eindeutiger Trend zur Stabilisierung, der auch bei der Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit festzustellen sei, so Prokop. Der Anstieg von 1,2 % bei der Jugendarbeitslosigkeit zeige, dass sich die Lage eindeutig stabilisiere, nicht zuletzt durch die sehr intensiven Anstrengungen im Rahmen der Pröll-Prokop-Jobinitiative mit dem Schwerpunkt für Jugendbeschäftigung. 2004 würden neuerlich 10 Mio. Euro in die Beschäftigung und Qualifizierung von 2000 arbeitslosen Jugendlichen investiert, betont Prokop. Jeder Euro der in das Lehrlingsauffangnetz und das Jugendsonderprogramm investiert wurde, wurde richtig einsetzt. So werden für Jugendliche Kursmaßnahmen angeboten, die zum einen auf die Lehrzeit angerechnet werden und zum zweiten mit aktiver begleiteter Lehrstellensuche 8 von 10 jungen Menschen den Einstieg in die Berufswelt ermöglichen.****

Sehr positiv sei auch der mehr als 10 % - ige Rückgang bei den über 50 Jährigen, der sich schon in den letzten Wochen und Monaten abgezeichnet hatte. Durch die Initiative Job 2000 konnten viele Arbeitslose wieder Tritt im Arbeitsleben fassen,

Wien ist wieder absoluter Spitzenreiter, was sich zwangsläufig auch in der NÖ Statistik nieder schlägt. Wie bereits auch in den letzten Monaten erkennbar, wirken sich die Probleme am Wiener Arbeitsmarkt unmittelbar auf NÖ aus. Niederösterreich zeigt abermals eine wesentlich bessere Lage als Wien, wo die Arbeitslosigkeit um + 5,1% anstieg. "Die schlechte Wirtschaftslage in Wien wirkt sich eben voll auf NÖ aus, denn 123.000 Personen, also jeder 4. Niederösterreicher, arbeitet in Wien. Die Beschäftigten werden am Arbeitsort, die Arbeitslosen hingegen am Wohnort erfasst. Jeder Niederösterreicher, der in Wien seinen Arbeitsplatz verliert, zählt in unserer Statistik", erläutert Liese Prokop.

Besonders anstrengen müsse man sich aber weiter bei den Personen im Haupterwerbsalter. Von Seiten der Wirtschaft wird immer wieder, trotz hoher Arbeitslosenzahlen, das Fehlen geeigneter Personen aufgezeigt. Mit der Aktion job konkret, haben wir eine gute Schnittstelle geschaffen, um arbeitslose Personen sehr zielgerichtet auch bereits am zukünftigen Arbeitsplatz zu schulen. 772 Personen bereiten sich derzeit auf einen fixen Job vor. Im Laufe des Jahres werden es mehr als 1000 sein. Man werde sich auch im Rahmen des NÖ Beschäftigungspaktes mit den Partnern aus Wirtschafts- und Arbeiterkammer und mit dem AMS um zielgerichtete weitere Aktionen bemühen, um auch in diesem Alterssegment bald positive Zahlen schreiben zu können, erklärt Prokop. Allgemein sei man daher in NÖ zuversichtlich, den positiven Aufwärtstrend halten zu können.

Übrigens liegt Österreich mit 4,5 % bei der Arbeitslosenquote weit unter dem EU-25 Durchschnitt von 9,0 % (EU-15 - 8,0 %) und hat europaweit die niedrigste Jugendarbeitslosenquote.

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