ländlichen Raum!

Mobilisierungsschub zwei Wochen vor der Europawahl

Wien, 2. Juni 2004 (ÖVP-PK) "Eine Stadt ohne lebenswertes Umland ist wie ein Schiffbrüchiger auf einer einsamen Insel: Ohne einen attraktiven und aktiven ländlichen Raum, in dem wir Bauern Qualität produzieren können, geht es auch einer Millionenstadt wie Wien nicht gut", sagte die Spitzenkandidatin des Österreichischen Bauernbundes für die Europawahlen, Agnes Schierhuber, bei der Auftaktveranstaltung des Bauernbundes für die abschließende Intensivwahlkampfphase im Palmenhaus in Schönbrunn. Rund 250 Freunde des Bauernbundes aus Stadt und Land, an der Spitze Bundesminister DI Josef Pröll, Präsident Abg.z.NR Fritz Grillitsch, Präsident ÖkR Rudolf Schwarzböck, ÖkR Gottfried Schabbauer und der Rektor der Universität für Bodenkultur Univ.-Prof. Dipl.-Fw. Dr. Hubert Dürrstein, waren gekommen, um Agnes Schierhuber Kraft und Schwung für die letzten zwei Wochen zu
geben. ****

"Zwischen Städten und ländlichem Raum besteht eine enge Wechselwirkung. Der ländliche Raum ist Erholungsgebiet für Städter, die Stadt bietet Arbeitsplätze. Es gibt daher auch zahlreiche wichtige Fragen, die Land und Stadt gemeinsam lösen müssen", betonte Schierhuber in ihrer Rede. "Wir müssen beispielsweise sinnvolle Lösungen schaffen, um mit
funktionierenden Verkehrsanbindungen den Menschen im ländlichen Raum Zugangsmöglichkeiten zu den Ballungsgebieten rund um die Städte und damit zu ihren Arbeitsplätzen zu verschaffen", forderte Schierhuber.

Insgesamt bewertete die ÖVP-Europaparlamentarierin den Nutzen für Österreich durch die EU-Mitgliedschaft als überaus positiv. "Die EU hat Chancen für Wachstum und Arbeitsplätze gebracht. Unser Bruttoinlandsprodukt ist 2004 um etwa 6 Mrd. Euro höher als es
ohne EU Beitritt wäre. Die Arbeitslosigkeit ist seit dem EU-Beitritt gesunken, 2003 hatten wir nur 4,4 Prozent Arbeitslose und laut EU-Prognosen hat Österreich 2004 EU-weit die niedrigste Arbeitslosenquote", unterstrich Schierhuber.

Gerade in der Wechselwirkung zwischen Stadt und ländlichem
Raum in Bezug auf den Arbeitsmarkt bezeichnete Schierhuber Wien jedoch als österreichweiten Problemfall: "Wenn die
Arbeitslosigkeit in Österreich steigt, entfallen fünfzig Prozent dieses Anstiegs auf Wien. Das hat indirekte Auswirkungen auch auf die Menschen im ländlichen Raum", kritisierte Schierhuber. "Wien muss jetzt die Chancen nützen, um als Zentrum Mitteleuropas aus
dem Wachstumsstopp herauszukommen. Wenn das der Stadtregierung
nicht gelingt, leiden auch die ländlichen Gebiete um Wien", warnte die ÖVP-Europaparlamentarierin.

Gerade die Gemüsebauern rund um Wien seien durch die Marktöffnung nach Osten unter Kostendruck gekommen. Hier sei jetzt zusätzliche Professionalisierung in der Produktion, der Verarbeitung und Vermarktung sowie Weiterbildung nötig, um die neuen Herausforderungen der Erweiterung positiv bewältigen zu können. "Die Bedeutung der Landwirtschaft als Arbeitgeber wird immer unterschätzt. Eine Arbeitskraft in der Landwirtschaft sichert 3 Arbeitsplätze in den vor- und nachgelagerten Bereichen."

Abschließend forderte Schierhuber zu einer regen Wahlbeteiligung auf: "Es ist wichtig, dass die ÖVP und damit auch die Europäische Volkspartei bei den Europawahlen gewinnt. Als stärkste Fraktion haben wir maßgeblichen Einfluss auf die Besetzung des Kommissionspräsidenten und des Parlamentspräsidenten und damit auf die Gestaltung der Politik Europas. Die Sozialisten haben für uns Bauern und den ländlichen Raum in Europa nur wenig übrig. Deshalb braucht es alle Kräfte um auch in den Städten unsere Wähler zu mobilisieren."

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Philipp M. Schulmeister, EVP-ED-Pressedienst,
Tel.: +32-475-790021 (pschulmeister@europarl.eu.int)

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0009