Brinek: Gezielte Förderung für Schwerpunkte an Universitäten

Gesichertes Grundbudget, aber keine "Gießkannenförderung" mehr

Wien, 2. Juni 2004 (ÖVP-PK) "Die Universitäten haben ein gesichertes Grundbudget. Darüber hinaus werden dort, wo es notwendig ist und auf Grund der Schwerpunktsetzung der Universität sinnvoll erscheint, ausreichend zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt. Ein Konkurs der Universitäten ist ausgeschlossen", erklärte heute, Mittwoch, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg.z.NR Dr. Gertrude Brinek. ****

Mit dem Universitätsgesetz 2002 habe ein Erneuerungsprozess an den Universitäten begonnen. "Die Universitäten haben neue, zeitgemäße Rahmenbedingungen und neue Gestaltungsmöglichkeiten erhalten. Für die Budgetverteilung bedeutet das, nicht wie früher üblich eine 'Gießkannenförderung' an alle Unis zu verteilen, sondern eine gezielte Förderung für Schwerpunkte, zukunftsträchtige Projekte und den wissenschaftlichen Nachwuchs." Unbestritten sei,
so Brinek, der Investitionsbedarf an einzelnen Universitäten. "Abgestimmt auf Schwerpunktbildung und Profilentwicklung wird gemeinsam mit den Universitäten ein Universitätsbauplan entwickelt, der die Priorität der baulichen Maßnahmen bis 2010 festlegt." Die Qualität der Infrastruktur ist für Brinek mitentscheidend für die Konkurrenzfähigkeit im internationalen Wettbewerb. "Deshalb wurden für den Ausbau der Forschungsinfrastruktur an den Universitäten zuletzt 18 Millionen Euro vergeben. Damit können notwendige Investitionen im Rahmen der Schwerpunktsetzung vorgenommen werden." Weitere 21,8 Millionen Euro stünden für die so genannten Vorziehprofessuren zur Verfügung. Bis zu drei Jahre würden diese Professoren-Stellen vom Bund zusätzlich zum Budget bezahlt.

Das für alle Universitäten zur Verfügung stehende und im UG 2002 festgeschriebene Grundbudget von fast zwei Milliarden Euro wurde von Vertretern der Universitäten mitverhandelt. "Auch wenn es verständlich ist, dass sich die Rektoren heute mehr Budget wünschen, so sind die Herausforderungen - wie es auch der Rektor der Uni Wien, Georg Winckler gesagt hat - meisterbar. Die Studierenden und die Öffentlichkeit mit Konkursdrohungen zu verunsichern, halte ich jedenfalls für unverantwortlich", so Brinek abschließend

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