VP-Tschirf und Strobl: ÖVP-Modell zur Neuorganisation der Wiener Pflichtschulen

Pflichtschule entfernt sich zunehmend von Kernaufgaben

Wien (VP-Klub): "Wenn sich der Wiener Stadtschulrat 700 zusätzliche Lehrerposten für Wien wünscht, dann sollte Bürgermeister Häupl diesem Wunsch Rechnung tragen. Der klassische SPÖ-Wien Reflex, die Bundesregierung in Ziehung nehmen, ist in diesem Fall nicht angebracht", meinte heute ÖVP Wien Klubobmann LAbg. Matthias Tschirf anlässlich der Präsentation des ÖVP-Modells "Pflichtschule NEU".

Der Kollegiumsbeschluss bedeute, dass Häupl die gewünschten Dienstposten selbst zur Verfügung wird stellen müssen, so wie dies von Vorarlberg umsetzt wurde. Tschirf betonte, dass der Kollegiumsantrag ein Antrag an die Wiener Landesregierung ist und nicht, wie die SPÖ behauptet, ein Antrag an die Bundesregierung.

Pflichtschule muss auf Kernkompetenz zurückgeführt werden

ÖVP Wien Bildungssprecher LAbg. Walter Strobl stellte ein von seiner Fraktion ausgearbeitetes Gesamtmodell "Wiener Pflichtschule neu" vor. Er betonte, dass als Basis für diese Überlegungen die von Landeshauptmann Häupl verhandelten gesetzlichen Ressourcenzuteilungen zu Grund gelegt wurden.

Er forderte außerdem eine Entlastung der Schulen von Aufgaben, die nicht originäre Lehrertätigkeiten seien. "Momentan werden viele Pflichtschullehrer für Tätigkeiten eingesetzt, die eigentlich in die Verantwortung der Jugendwohlfahrt fallen. Viele komplexe integrative und soziale Betreuungsmaßnahmen werden hierbei übernommen. Und es sind genau diese Lehrer, die schließlich in den Klassen fehlen", so Strobl dazu.

Sprachintegration durch kostenloses Kindergartenjahr

Der Wiener ÖVP-Bildungssprecher erinnerte auch nochmals an die ÖVP-Forderung nach Einführung eines gebührenbefreiten letzten Kindergartenjahres und einer Forcierung des vorschulischen Sprachintegrationsangebots. "Diese Maßnahmen wäre in mehrfacher Hinsicht sinnvoll, um Kinder mit nicht deutscher Muttersprache rascher zu integrieren. Nicht zuletzt dadurch könnten sich die LehrerInnen in der Volksschule verstärkt auf ihre Kernaufgaben konzentrieren", meinte Strobl.

Kritik übte er an der zuweilen schleppenden Erneuerung der Wiener Pflichtschulen und der Säumigkeit der dafür zuständigen Vizebürgermeisterin Laska. "Bereits 1999 wurden mehr als 101 Mio. Euro für die Generalsanierung von 30 Pflichtschulen bereitgestellt. Diese Sanierungen sollten bis zum heutigen Tag abgeschlossen sein. Tatsache ist aber, dass ein Drittel der geplanten Vorhaben nicht umgesetzt wurde", so der Wiener VP-Bildungssprecher.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
presse@oevp.wien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0003