Grüne/Weinzinger: Keine Wirtschaftsförderung ohne Frauenförderung

Regierung muss mit Sofortmaßnahmen auf EU-Kritik reagieren

Wien (OTS) "Die heftige Mahnung der EU an Österreich, endlich die Beschäftigungschancen für Frauen zu verbessern, muss die Regierung wachrütteln und zu Sofortmaßnahmen zwingen", fordert die Frauensprecherin der Grünen, Brigid Weinzinger. Die Grünen sehen sich in ihren langjährigen Kritik an der fehlenden Arbeitsmarktpolitik der Regierung bestätigt. "Jetzt bekommt schwarz-blau von der EU die Rechnung für ihre Heim-an-den-Herd-Politik präsentiert", stellt Weinzinger fest.

Die Frauensprecherin der Grünen fordert daher: "In Zukunft muss gelten keine Wirtschaftsförderung ohne Frauenförderung". Die Grünen treten dafür ein, die Wirtschaftsförderung an das Vorhandensein von Frauenförderplänen in Unternehmen zu binden. "Es geht darum, den Frauenanteil auf allen Hierarchieebenen zu heben und damit auch einen Beitrag zur Verringerung der Einkommensschere zwischen Männern und Frauen zu leisten". Die EU hatte auch kritisiert, dass der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen bei mehr als 30 Prozent liegt.

Heftige Kritik muss sich die Regierung auch in Sachen fehlender Qualifikationsmaßnahmen für Frauen im Rahmen der Arbeitsmarktpolitik gefallen lassen. "Hier wurde an der völlig falschen Stelle gespart. Die Kürzungen der letzten Jahre bei arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gehen vor allem zu Lasten der Frauenbeschäftigungsquote. Gefordert ist daher ein Sofortprogramm mit entsprechend hoher Dotierung zur Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt", so Weinzinger. Besonderes Augenmerk muss dabei insbesondere auf Frauen ab 35 gerichtet werden um den Wiedereinsteig nach einer langjährigen Familienpause zu erleichtern. Außerdem müssen die beschäftigungsfeindlichen Auswirkungen des Kindergeldes zurückgenommen werden. "Der Kündigungsschutz muss für die gesamte Dauer des Bezugs gelten, die Zuverdienstgrenze muss gestrichen werden und der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichten, insbesondere für unter dreijährige, muss verstärkt werden. Nur dann haben Frauen mit betreuungspflichtigen Kinder eine Jobchance", so Weinzinger abschließend.

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