"Digital Communities": Ö1-Schwerpunkt in "matrix" und Round Table im ORF KulturCafe

Wien (OTS) - Ab Sonntag, den 6. Juni gibt es im Ö1-Magazin "matrix - computer & neue medien" einen vierteiligen Schwerpunkt zum Thema "Digital Communities". Am Donnerstag, den 24. Juni findet im ORF KulturCafe ein Round Table statt, bei dem in einer Live-Schaltung nach New York u.a. die Gewinner der vom "Prix Ars Electronica" heuer erstmals ausgezeichneten "Digital Communities" mit einer Expertenrunde in Wien diskutieren.

Der "Prix Ars Electronica" zeichnet heuer erstmals "Digital Communities" aus, die beispielhaft die Entwicklung einer offenen Informationsgesellschaft vorantreiben. Aus diesem Anlass präsentiert das Ö1-Magazin "matrix - computer & neue medien" - jeweils sonntags um 22.30 Uhr - im Juni einen vierteiligen Schwerpunkt über freie Wissensnetzwerke, offene Plattformen und alternative Lizenzierungs-und Businessmodelle, die das kollektive Schaffen und Teilen von kulturellen Gütern, wie Software oder Musik fördern. Thematisiert werden die Merkmale dieser digitalen Gemeinschaften, ihre soziale und politische Relevanz und wie sie das Zusammenleben verändern.

Unter dem Titel "Musik ist wie Wasser" steht am 6. Juni die Download-Popkultur im Mittelpunkt von "matrix". Die Musikbranche befindet sich in einer Übergangsphase, vom Produkt zum Service, von Tonträgern zu digitalen Content-Strömen. Ina Zwerger sprach mit Insidern der Musikindustrie, Tauschbörsianern, Musikern und Netzwerk-Experten über die Zukunft des digitalen Musikvertriebs, neue Businessmodelle und die Faszination von Online-Musik-Communities.

"Ein Netz voller Freunde" ist das Thema von "matrix" am 13. Juni. Eine bekannte Theorie besagt: Über sechs Ecken kennt jeder jeden. Die Internet-Plattform Friendster.com macht sich diese Idee zu Nutzen, um Freunde mit ihren Freunden und Freundesfreunden zu vernetzen. Mittlerweile hat Friendster mehr als sieben Millionen Nutzer gewonnen. Zudem versprechen uns Dutzende ähnlicher "Digital Communities" Dates, Geschäftskontakte und politischen Aktivismus. Janko Röttgers berichtet aus Kalifornien von einer Branche, für die Freundschaft alles ist.

"Wem gehört das Wissen?" lautet die Frage in "matrix" am 20. Juni. Wie können Wissen und Kulturgut frei zugänglich gemacht und Autoren, Künstler oder Wissenschafter trotzdem nicht ihrer Rechte beraubt werden? Wie können Wissens-Communities geschaffen werden, die Wissen gerecht archivieren und verteilen und so allen Zugang verschaffen? Praktische Beispiele liefern die Wissensdatenbank "Wikipedia" oder "Creative Commons", ein Projekt für gemeinschaftliche kreative Arbeit, an dessen Spitze der Rechtswissenschafter Lawrence Lessig aus Stanford steht. Sonja Bettel berichtet über Utopien und reale Lösungen für eine Welt des "Free Content".

"Die Open-Source-Bewegung" steht am 27. Juni im Mittelpunkt von "matrix". Ohne finanzielle Anreize, ohne hierarchische Strukturen, in geradezu anarchistischer Weise entwickeln tausende Programmierer neue Systeme. Thomas Schaller hat sich bei Insidern der Free-Software-Community umgehört und recherchiert, wie diese Netzwerke funktionieren, was ihre Proponenten antreibt und wie sie sich koordinieren. Ein Bericht aus den innersten Zirkeln der Ingenieure der digitalen Welt.

"Digital Communities - Winners & Concepts" lautet der Titel eines Round Table im ORF KulturCafe. Die Veranstaltung des Prix Ars Electronica und der Ö1-Wissenschaftsredaktion findet am Donnerstag, den 24. Juni ab 19.00 Uhr statt, der Eintritt ist frei. Die Preisverleihung der neuen Kategorie "Digital Communities" des Prix Ars Electronica findet am 23. Juni im Rahmen des UN Global Compact Summit in New York statt. Am 24. Juni diskutiert Gerfried Stocker, Direktor der Ars Electronica, in einer Live-Schaltung aus New York mit den Gewinnern - Wikipedia und TheWorldStartsWithMe - sowie dem "Virtual Communities" Guru Howard Rheingold und einer Experten-Runde in Wien. Im ORF KulturCafe nehmen Georg Pleger (Creativecommons.at), Gertraud Diendorfer (Demokratiezentrum Wien), Andreas Hirsch (Jurymitglied Prix Ars Electronica) und Jimmy Wales (Gründer der Wikipedia) an der Diskussion teil, es moderiert Ö1-Redakteur Wolfgang Ritschl.(ih)

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