Heimische Werbewirtschaft bei europaweiter Selbstregulierung mit an Bord

EACA-Vertreter Lyle Gast des WKÖ-Fachverbandes Werbung - Ruttinger: "Funktionierende Selbstregulierung Chance, eine Regulierungsflut zu vermeiden"

Wien (PWK387) - Am 25. Juni wird im Rahmen eines "Werbe-Selbstregulierungs-Gipfels" in Brüssel die "European Self-Regulatory Charta", eine Resolution zur Unterstützung der Werbeselbstkontrolle in Europa, von allen relevanten europäischen Organisationen, führenden Industrievertretern und den nationalen Vertreterinnen und Vertretern der Kommunikationsbranche in Brüssel vorgestellt und unterzeichnet. "Die Europäische Kommission hat nämlich die Kommunikationsbranche aufgefordert, ein effektives und transparentes System der Selbstregulierung der Werbung in den 25 Mitgliedsstaaten umzusetzen", so Walter Ruttinger, Obmann des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): "Wir tun das pro-aktiv in Form eines europäischen Schulterschlusses, bevor uns etwas aufoktruiert wird."

Die österreichische Werbewirtschaft - vertreten durch den Fachverband Werbung und Marktkommunikation - ist daher der "Resolution zur Unterstützung der Werbeselbstkontrolle in Europa" des europäischen Kommunikationsagenturen-Verbandes ("European Association of Communications Agencies", kurz EACA) beigetreten. Damit verpflichtet man sich zur Durchführung und Einhaltung der in der Charta geäußerten Prinzipien und Grundsätze. Das Dokument steht auf der Homepage des Fachverbandes Werbung mit der URL http://www.fachverbandwerbung.at zur Verfügung.

Dominic Lyle, der Generalsekretär des Kommunikationsagenturen-Verbandes EACA, der auf Einladung des Fachverbandes Werbung in Wien war, nannte im Rahmen seines Vortrages eine interessante Zahl: "Im gesamten EU-Raum gibt es 49 Millionen Werbeeinschaltungen pro Jahr. Davon werden rund 0,1 Prozent beeinsprucht oder kritisiert. Diese geringe Zahl darf nicht der Grund dafür sein, unpassende Regulierungen in der Werbung in Europa zuzulassen!"

"Wir sehen eine funktionierende Selbstregulierung als Chance, eine Flut von Regulierungen zu vermeiden. Deshalb wird der Fachverband für eine breite Akzeptanz der Selbstregulierung bei österreichischen Entscheidungsträgern in Politik, Wirtschaft und Verbänden wie auch Agenturen arbeiten", gibt Fachverbandsobmann Ruttinger die Linie vor.

Die Richtlinien zur Selbstregulierung gehen historisch auf die ICC-Codes "Advertising and Marketing" zurück und wurden von den Mitgliedern der European Advertising Standards Alliance, kurz EASA, weiterentwickelt. Grundsatz der Selbstregulierung: Kommerzielle Werbung muss legal, aufrichtig, anständig und wahrheitsgemäß sein. Die Partner der Selbstregulierung sind die Werbewirtschaft (Agenturen), die Auftraggeber in Gewerbe und Industrie (Advertiser) und die Medien(-wirtschaft).

Konrad Maric, Beauftragter des Fachverbandes Werbung für internationale Kontakte: "Wir streben eine neue europäische Qualität der Selbstregulierung in Österreich an: Sie soll auch in Zukunft ein Maximum an Kreativität und Möglichkeiten in der Kommunikation gewährleisten. Die Richtlinien sind Grundlage für die hohen Werbestandards, die ein lebendiger und prosperierender Werbemarkt in Europa und Österreich benötigt."

Bei Interesse sollen übrigens für Agenturen Seminare zur praktizierten Selbstregulierung und verantwortungsvoller Werbung von der European Advertising Standards Alliance gemeinsam mit österreichischen Verbänden auch in Wien veranstaltet werden. (JR)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband Werbung + Marktkommunikation
KR Walter Ruttinger
Tel.: 0650/9500702
http://wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001