Gehrer: Frauenförderung bedeutet, Konkretes tun

Bildungsministerin Elisabeth Gehrer präsentiert dritte weibliche Sektionschefin des Bildungsministeriums

Wien (OTS) - Frauenförderung bedeute nicht nur theoretisch darüber reden, sondern auch, Konkretes tun, sagte heute, Mittwoch, Bildungsministerin Elisabeth Gehrer bei der Präsentation ihrer neuen Sektionschefin Mag. Heidrun Strohmeyer für die Sektion V des Bildungsministeriums. Die Sektion V habe zur Aufgabe, ein Datawarehouse aufzubauen, in dem alle Daten für die Bildungsstatistik abrufbereit sein sollen. Dort gebündelt sind auch IT-Angelegenheiten und damit die Fragen der Weiterentwicklung der technischen Ausstattung als auch der Software-Ausstattung an Schulen. Auch die Entwicklung der Pädagogischen Akademien zu Pädagogischen Hochschulen sowie die Erwachsenenbildung sind in der Sektion V angesiedelt. **** "Ich freue mich sehr, hierfür eine starke Frau präsentieren zu dürfen", so Gehrer. Strohmeyer ist damit bereits die dritte weibliche Sektionschefin von insgesamt acht Sektionen im Bildungsministerium. Das Bildungsministerium ist damit jenes, das die meisten Sektionen mit Frauen besetzt hat. "Für mich ist es wichtig, dass Frauen bei gleicher Qualifikation den Vorrang erhalten", so Gehrer. "Und dies so lange, bis 52 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt sind." Im Laufe ihrer Ministertätigkeit hat Gehrer auch die erste Direktorin einer technischen HTL bestellt, die Direktorin des Technischen Museums sowie die Direktorin der Österreichischen Nationalbibliothek.
Neben dem "Zeichen setzen" und dem "Bewusstsein und Grundlagen für Frauenförderung schaffen", müsse man auch tatsächlich etwas tun. Grundlagen schaffen heiße dabei, in Gesetzen und Verordnungen Frauenfördermaßnahmen festschreiben. "Wir haben auch den Frauenförderplan des Bildungsministeriums als jährliche Verordnung festgelegt", so Gehrer. Weiters gebe es die Gleichbehandlungskommission, den Aktionsplan 2003-2006 sowie die "positive Diskriminierung bei Personalentscheidungen". Im universitären Bereich seien nur sieben Prozent der Professoren Professorinnen und nur 14 Prozent der Dozenten sind Dozentinnen. Aber gerade an der Universität gebe es zahlreiche Fördermaßnahmen für Frauen. Im Universitätsgesetz 2002 wurde die Frauengleichbehandlung in starkem Umfang festgeschrieben. "Mir ist es wichtig, dass das Bildungsministerium hier ein Vorbild ist", so Gehrer.
Die neue Sektionsleiterin, Mag. Heidrun Strohmeyer ist 1960 geboren und kommt aus dem Lehrberuf. Sie hat eine Lehrberechtigung für Informatik und das Lehramt für Geschichte und Sozialkunde sowie Russisch abgeschlossen. Nach einer freiberuflichen Tätigkeit im EDV/IT-Bereich und in der Erwachsenenbildung sowie der Unterrichtstätigkeit als AHS-Lehrerin für Informatik nahm sie 1992 die Tätigkeit zur Planung und Durchführung von Projekten zum Thema "Neue Medien" im Bildungsministerium auf. Dabei leitete sie in der Sektion III das Referat für Schulverwaltung, Planung und Durchführung innovativer Projekte in der Lehrerpersonalgruppe. Im Jahr 2000 übernahm sie die Geschäftsführung der Steuerungsgruppe Lehrerpersonal-Controlling, IT-Einsatz im Personalmanagement. Ihre Schwerpunkte möchte sie im Bereich der Bildungsportale, der Aus- und Fortbildung von Lehrern, der Bildungsstatistik, der Schulpartnerschaft, der verstärkten Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus sowie im Bereich der Erwachsenenbildung setzen, so Strohmeyer.

Lebenslauf von Mag. Heidrun Strohmeyer und Bilder der heutigen Vorstellung finden Sie ab 12.30 Uhr unter www.bmbwk.gv.at

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