Grünewald: Regierung muss Verantwortung für Universitäten übernehmen

Weltklasse-Unis mit Letztklasse-Budget unerreichbar

Wien (OTS) - Der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, forderte die Regierung angesichts der angespannten Budgetsituation an allen heimischen Universitäten dazu auf, endlich die nötige Verantwortung für die Universitäten zu übernehmen. Grünewald reagiert damit auf den Hilferuf der Uni-Rektoren in der heutigen Ausgabe der ‚Presse'. "Es ist unglaublich, aber wahr, dass eine Regierung von Weltklasse-Universitäten spricht und nicht bereit ist, ein entsprechendes Budget bereitzustellen. Weltklasse-Unis mit einem Letztklasse-Budget schaffen zu wollen, geht nicht", so Grünewald.

Um den eklatanten Ressourcenmangel an den heimischen Unis wettzumachen und die Mindestvoraussetzungen für Gehrers Weltklasse-Projekt zu schaffen, bedürfe es laut Grünewald einer deutlichen Aufstockung des Gesamtbudgets. Gemeinsam mit Josef Broukal von der SPÖ brachte er einen neuerlichen Antrag auf 100 Mio. Euro Soforthilfe für die Unis und den Wissenschaftsfonds (FWF) eingebracht, der im Wissenschaftsausschuss am 9. Juni verhandelt wird. Der Betrag ergab sich aus Berechnungen der Unis, um den laufenden Betrieb aufrecht erhalten zu können.

Grünewald fordert auch die Einladung der Uni-Rektoren sowie die Zuziehung des Finanzministers zu diesem Ausschusstermin. "BM Grasser soll den Betroffenen und dem Parlament erklären, warum den Universitäten und deren Finanzierung - entgegen dem erklärten Ziel der Regierung, die Wissenschaft in Österreich stärken zu wollen -keine Priorität eingeräumt wird. Wenn die Regierung kein Interesse an den Universitäten hat, dann soll sie das auch öffentlich vertreten. Eine an Realitätsverlust leidende Regierung wird jedenfalls immer mehr zu einem unerträglichen Problem", so Grünewald abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001