ÖAMTC: Ärgern beim Autofahren ist auch eine Frage von Platznot

Stadtfahrer nervt vor allem die Verkehrsdichte

Wien (ÖAMTC-Presse) - Wo viel Verkehr, dort auch viel Ärger. "Hohe Verkehrsdichte und wenig Platz erhöhen den Unmut zwischen Autofahrern. Die Verkehrssituation ist in der Stadt und auf stark befahrenen Straßen ein deutlich stärkerer Ärgergrund als auf dem Land", weiß Eva Lackner vom ÖAMTC. Die Meinungsforscherin hat in einer Umfrage des Clubs zum Thema "Ärgern beim Autofahren" markante Unterschiede zwischen Stadt- und Überland-Fahrern entdeckt. 1.000 Autofahrerinnen und Autofahrer wurden österreichweit befragt.

Generell sind die "Drängler" das Hauptärgernis auf Österreichs Straßen. Spontan gefragt nennen Stadtfahrer zum Teil aber andere Ärgerquellen als Autolenker aus ländlichen Gebieten. "In großen Städten erleben bis zu viermal so viele Autofahrer häufig Situationen, wie Blockieren von Kreuzungen, Spurwechsel ohne Blinken oder Hineinzwicken beim Kolonnenfahren", sagt Lackner. "Es ist vor allem die Häufigkeit ärgerlicher Erlebnisse, die den Frust ausmacht."

Ärgern in der Stadt - Wenn nichts weitergeht, beginnt der Krampf

In der Hitliste der spontan genannten Ärgernisse führt in Wien der Stau sogar vor der Rücksichtslosigkeit anderer Autofahrer. An dritter Stelle liegen straßenbauliche Maßnahmen. "Naturgemäß ist in der Stadt auch der Ärger über die Parkplatzsuche viel größer als in kleinen Orten", so Lackner. Nur jeder sechste Autofahrer aus einem kleinen Ort nennt spontan die generelle Verkehrssituation als Ärgernis, unter den Wiener Autofahrern ist es jeder Dritte.

Ärgern auf Überland-Straßen - Konflikte stecken in Tempounterschieden

"Überland treten die Interessengegensätze zwischen 'behutsamen' und 'flotten' Fahrern deutlicher zutage", weiß die ÖAMTC-Expertin. Spontanes Hauptärgernis jedes fünften Autofahrers sind die Langsamfahrer. Gleich dahinter folgt der Ärger über die Rücksichtslosigkeit anderer, wie gefährliches Überholen und Schnellfahren. "Das Konfliktfeld zwischen Schleichern und Dränglern ist somit besonders auf Überlandstraßen ein Problem. Beim täglichen Stau in unseren Städten machen sich Geschwindigkeitsunterschiede nicht so deutlich bemerkbar", fasst Lackner zusammen.

Baustellen lassen die Emotionen überkochen

Baustellen und baulich bedingte Staus sind Kristallisationspunkte für weiteren Ärger. Jeden fünften Autofahrer in Wien nerven straßenbauliche Maßnahmen, in kleineren Orten nur jeden zehnten Lenker.

Bei einem Baustellen-Check hat der ÖAMTC kürzlich festgestellt, dass die Baustellenorganisation oft im Argen liegt und viele mautzahlende Autofahrer zurecht verärgert sind. Der Club fordert nun die Installierung eines unabhängigen Baustelleninspektors für Österreich, um das teilweise vorhandene Baustellenchaos zu beseitigen und die Sicherheit auf den Straßen entscheidend zu verbessern.

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ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

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