Wiener Grüne: Lainz endlich schließen

"Monströse Strukturen erweisen sich als tödliche Falle"

Wien (Grüne) - Die grüne Gesundheitssprecherin Dr. Sigrid Pilz zeigt sich betroffen vom qualvollen Tod eines Bewohners im Pflegeheim Lainz. Sie erhebt in diesem Zusammenhang schwere Vorwürfe gegen die zuständige Stadträtin Elisabeth Pittermann: "Wer immer noch nicht einsehen will, dass anonyme, abgewohnte Bettenburgen ungeeignet für kranke und alte Menschen sind, erweist sich als zynisch und hartherzig gegenüber den Pflegeheimbewohnern."
Pilz erneuert die grüne Forderung nach raschem Abbau der jahrhundertealten, ungeeigneten Großheime Lainz, Baumgarten und Liesing."In Lainz müssen über 2000 Menschen ihre letzten Tage verbringen, höchstens 300 Bewohner wären demgegenüber eine überschaubare, eine menschliche Zahl!" beruft sich die Grüne auf moderne Erkenntnisse in der Geriatrie: "Das Personal soll die Bewohner noch persönlich kennen und die Menschen sollen in einer modernen bedürfnisgerechten Einrichtung die Möglichkeit haben, sich zu orientieren."

Der in diesem Zusammenhang von Pittermann geäußerte Vorschlag, verwirrte und psychisch kranke BewohnerInnen mit akustischen Fesseln auszustatten, um sie in ihrer Freiheit einzuschränken, zeigt ein weiteres Mal, dass die Gesundheitsstadträtin "technokratisch statt menschlich" reagiert, befindet Pilz und weiter :"Eine Gesundheitspolitik, die psychisch Kranke, die rund 40 Jahre alt sind, für den Rest ihres Lebens in Altenpflegeheime abschiebt, hat den Anspruch aufgegeben, Menschen mit Respekt zu behandeln. 18 Jahre hat der nunmehr zu Tode Gekommene in der falschen Einrichtung verbringen müssen. Pittermann und ihre Vorgänger Sepp Rieder werden hohen Erklärungsbedarf für diese Vorgangsweise haben" kündigt Pilz weitere politische Schritte an.

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