KWF soll künftig Förder-Schwerpunkt auf kleine Gewerbe- betriebe legen

LH Haider und LHStv. Ambrozy für schlanke Struktur bei Wirtschaftsförderung - Alkoholprävention wird ausgebaut

Klagenfurt (LPD) - Die Neustrukturierung des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) solle dahingehend erfolgen, dass die Weiterentwicklung kleiner Gewerbebetriebe zu einem Schwerpunkt gemacht wird. Das betonten heute, Dienstag, Landeshauptmann Jörg Haider und LHStv. Peter Ambrozy in ihrer gemeinsamen Pressekonferenz im Anschluss an die Regierungssitzung. Einig waren sich beide darüber, dass der KWF sehr erfolgreich die Wirtschaftsförderung und auch das Projekt des Lakeside-Softwareparks in Klagenfurt betreibe.

Nun gehe es darum, dass es mehr Detailinformationen und mehr Informationen über die Wirksamkeit von Maßnahmen an die Politik geben soll, sagte Haider. Für die vielen kleinen Gewerbebetriebe etwa im Handel oder Handwerksbetriebe solle ein neues Programm aufgesetzt werden. Im Zusammenhang mit anderen Institutionen wie Entwicklungsagentur Kärnten, BABEG (Betriebsansiedlungs- und Beteiligungsgesellschaft) und möglicherweise Landesholding sei die neue möglichst effiziente und wirtschaftliche Struktur abzuklären und dabei auch Doppelgleisigkeiten auszuschließen. 80 Prozent der Betriebe seien kleine Gewerbebetriebe, 11.000 Betriebe hätten überhaupt keine Mitarbeiter, erwähnte der Landeshauptmann. Hier sollte angesetzt werden, um künftig auch beschäftigungswirksam zu werden. Die strategische Ausrichtung in der Wirtschaftsförderung müsse nach wie vor durch die Politik bestimmt werden, so Ambrozy und Haider.

Weiters erwähnte der Landeshauptmann, dass für das Thermenprojekt in Bad Bleiberg zwei Betriebe (VA Tech und Therme Loipersdorf-Gruppe) im Finale seien. Insgesamt würden nach der Realisierung rund 350 neue Arbeitsplätze geschaffen sein und damit wäre für das Bleiberger Hochtal eine neue wirtschaftliche Zukunft eröffnet.

Wie Ambrozy ausführte, werde die Alkoholprävention ausgebaut. Das Jugendschutzgesetz werde novelliert. So sollen die sogenannten Alkopops erst ab 18 Jahre ausgeschenkt werden dürfen. Der suggerierten Gefahrlosigkeit dieser Getränke wolle man entgegenwirken. Auch eine Aufklärungsbroschüre durch die Suchtpräventionsstelle des Landes sei in Ausarbeitung.

Haider und Ambrozy sprachen sich weiters dafür aus, ein eigenes "Nachbarschaftsbüro" als fachliche Koordinationsstelle für alle grenzüberschreitende Aktivitäten und Kooperationen beim Land zu errichten.

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