AUGE/UG: "Klare Absage an Richtungsgewerkschaften"

Einheit des ÖGB muss gewahrt bleiben - auch in FCG-dominierten GÖD herrscht Demokratiedefizit.

Wien (OTS) - "Der Drohung der FCG, im äußersten Fall aus dem ÖGB auszuscheren und eine christlich-soziale Richtungsgewerkschaft zu gründen, ist eine klare Absage zu erteilen," sagt Markus Koza, Bundessekretär der Alternativen und Grünen GewerkschafterInnen (AUGE/UG) und Vertreter der Unabhängigen GewerkschafterInnen (UG) im ÖGB-Bundesvorstand. "Kritik an der Mehrheitsfraktion FSG gibt es tatsächlich genug zu üben: der Fusionsprozess verläuft intransparent, an der Gewerkschaftsbasis vorbei und tatsächlich drohen die Interessen der kleineren Fraktionen unter die Räder zu geraten," so Koza weiter. "Nur ist die FCG dort, wo sie die Mehrheit hält, nicht viel besser." Koza erinnert in diesem Zusammenhang an die schwarz dominierte Gewerkschaft öffentlicher Dienst, die bis heute die Unabhängigen GewerkschafterInnen nicht als eigenständige Fraktion anerkannt hat. "Demokratiedefizite gibt es in allen Gewerkschaften, auf allen Ebenen, gerade auch in der GÖD. Hier liegt es in der Hand der FCG, für demokratische Verhältnisse zu sorgen. Eine Spaltung des ÖGB würde nur zu einer Schwächung der Gewerkschaften als Ganzes führen."

Die Unabhängigen GewerkschafterInnen im ÖGB fordern eine Stärkung der Rechte der einfachen Gewerkschaftsmitglieder. "Und selbstverständlich müssen alle gesellschaftspolitisch relevanten politischen Gruppierungen in einem überparteilichen ÖGB ihren Platz und ihre Vertretung haben. Minderheitenrechte müssen gesichert werden, sonst droht die Überparteilichkeit und damit die Identifikation vieler Gewerkschaftsmitglieder mit ihren Gewerkschaften verloren zu gehen. Gewerkschaften sind weder im Privateigentum der FSG, noch der FCG," schließt Koza.

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Mag. Markus Koza, Tel.: 0676 95 12 782

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