Trunk: "Ich fordere Jörg Haider auf, sich bei Österreich zu entschuldigen!"

Kriminalisierungssprache Haiders ist eines Landeshauptmanns unwürdig

Wien (SK) "Jenseits jeder politischen Kultur auch in Wahlauseinandersetzungen greift Jörg Haider einmal mehr zu seiner bekannten Diffamierungs- und Kriminalisierungssprache. Das ist eines Landeshauptmannes absolut unwürdig und daher distanziere ich mich als Kärntner Sozialdemokratin von diesem Landeshauptmann. Gleichzeitig fordere ich Haider auf, sich bei Österreich für seine bisherige Schädigung unseres Ansehens im Ausland zu entschuldigen", erklärte Dienstag SPÖ-Abgeordnete Melitta Trunk gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Trunk erläuterte: "Uns ist im Gegensatz zu Haider das Langzeitgedächntis noch nicht abhanden gekommen. Haider mit seinem politischen Stil und seinen jenseitigen Sagern war der Grund für die anfängliche Ablehnung einer ÖVP-FPÖ-Koalition durch andere europäische Politiker. Was er jetzt mit Hannes Swoboba probiert, ist daher eine klassische Täter-Opfer-Umkehrung!" ****

Trunk verwies auf Haiders Aussagen von "der ordentlichen Beschäftigungspolitik im Dritten Reich", "von roten und schwarzen Filzläusen, die mit Blausäure bekämpft werden sollten", "dass die österreichsiche Nation eine ideologische Missgeburt gewesen ist". Trunk betonte daher: "Solche Aussagen Haiders, seine laufenden Kontakte zur extremem Rechten Europas, seine Besuche beim Massenmörder Saddam Hussein und seine beleidigenden Sprüche über Europäische Staatsmänner schädigen Österreich im Ausland. Dafür soll er sich bei den ÖsterreicherInnen entschuldigen anstatt Hannes Swoboda mit einem vier Jahre alten Brief zu kriminalisieren, in dem Swoboda noch dazu die Intensivierung der Kontakte mit Österreich gefordert hat. So treibt es Haider aber auch in Kärnten, wo er kürzlich den Villacher SPÖ-Bürgermeister für Kritik gleich mit einem politischen Selbstmordattentäter verglich."

"All das hat einen Grund: Bei den EU-Kandidaten herrscht der FPÖ heilloses Durcheinander und offensichtlich lautet die Parole: Jeder gegen Jeden. Zuerst wird die EU-Mandatarin Raschhofer abmontiert, dann kriselt es laufend im FPÖ-Männerbund. Großmann gegen Mölzer, Mölzer gegen Großmann und Kronberger und so weiter. Diesen Herren geht es nicht darum, die Interessen Österreichs in Europa zu vertreten, sondern ihre Selbstdarstellung zu pflegen", stellte Trunk fest und betonte abschließend: "Haider zeigt daher wieder einmal, dass er nicht lernfähig ist und auch nicht daran denkt, sich den Mindeststandards der politischen Kultur anzupassen. Im Gegensatz dazu ist Hannes Sowboda ein europäischer Politiker, der die positive Reputation Österreichs und auch Kärntens nach Europa trägt." (Schluss) ns/mm

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