FMK: Handymast grundlos gefällt

Nordirische Krebserfassungsstelle (NICR) stellt fest: Kein "Krebscluster" um Funksendemasten

Wien (OTS) - Im Dezember 2002 sorgte die nächtliche Zerstörung eines 45 Meter hohen Funksendemasten in Nordirland (Cranlome) durch erboste Anrainer für großes Aufsehen. Sie machten diesen Masten, der von lokalen Funkdiensten (Rettung, Wasserwerk) ebenso genutzt wurde wie von mehreren Mobilfunkbetreibern, für das nach ihrer Ansicht gehäufte Auftreten von Krebsfällen verantwortlich. Aufgrund dieser Vorkommnisse untersuchte die Nordirische Krebserfassungsstelle (NICR) gemeinsam mit der Queen´s University Belfast die Umstände inzwischen näher und veröffentlichte nun den dazugehörigen Report.

Erstes Ergebnis: Gar nicht alle elf in den Medien aufgeführten Erkrankungsfälle konnten gefunden werden. Lediglich sechs konnten verifiziert werden, und nur drei stellten sich letztendlich als Krebserkrankungen heraus. Die NICR untersuchte darüber hinaus sicherheitshalber 17 weitere Krebsfälle im Umkreis von fünf Kilometern rund um den gefällten Funksendemasten, um die Behauptung, es gebe hier einen so genannten "Krebscluster", zu überprüfen. Ein solcher Cluster liegt dann vor, wenn mehr Erkrankungen als erwartet innerhalb einer bestimmten Personengruppe, innerhalb eines bestimmten Gebietes oder einer Zeitspanne auftreten. Das Endergebnis des Reports ist eindeutig: Die Krebshäufigkeit in der Umgebung des Masten ist nicht signifikant erhöht. Die Behauptung, es gebe einen "Krebscluster" im Gebiet von Cranlome, der durch elektromagnetische Felder einer Funksendeanlage verursacht ist, wurde auch nach sorgfältigen Untersuchungen nicht bestätigt. Für FMK-Geschäftsführer Thomas Barmüller ist Cranlome ein Synonym dafür, "wie Mobilfunkmythen über angebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen irrationale, aber in Wahrheit unbegründete Ängste bei AnrainerInnen verursachen. Umso mehr tut sachliche Information und verantwortungsbewusste Berichterstattung Not", erklärte Barmüller.

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Wien, am 1. Juni 2004

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