KfV fordert Ausweitung der Ferienreiseverordnung auf Klein-Lkw

KfV begrüßt Ferienreiseverordnung. Doch die Forderung nach einer Ausweitung des sommerlichen Lkw-Fahrverbots bleibt aufrecht.

Wien (OTS) - Sommer, das heißt Sonne, Strand und Urlaub - Sommer, das heißt aber auch verstopfte Autobahnen. Zur Entlastung derselben wird jährlich die sogenannte Ferienreiseverordnung erlassen. Dieses sommerliche Fahrverbot besagt, dass Lkw über 7,5t von Samstag 8 Uhr bis Sonntag 22 Uhr sowie an vier verkehrsstarken Freitagen -allerdings nur in den Monaten Juli und August, am letzten Juniwochenende sowie am ersten Septemberwochenende - nicht auf die Autobahn dürfen. Die Einschränkung reduziert sich auf bestimmte Autobahnabschnitte.

KfV fordert Ausweitung der Verordnung auf Klein-Lkw

Wie schon im Vorjahr regt das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) auch heuer die Ausweitung der Ferienreiseverordnung auf Lkw ab 3,5t an. Laut KfV sollten diese Klein-Lkw gesetzlich in das Wochenendfahrverbot, das Nachtfahrverbot und in das LKW-Überholverbot einbezogen werden. Außerdem fordert das KfV eine Harmonisierung der Ausnahmen vom Wochenendfahrverbot und von der Ferienreiseverordnung.

Der örtliche Geltungsbereich der Verordnung soll jedoch auch auf die S6, die Semmering Schnellstraße und die S16, die Arlberg Schnellstraße erweitert werden. Verkehrszählungen zeigen, dass sich der durchschnittliche Tagesverkehr auf diesen beiden Straßen in den Sommermonaten, vor allem am Wochenende erhöht. Die Erweiterung der Europäischen Union brachte auch den Beitritt einiger unmittelbarer Nachbarstaaten von Österreich mit sich. In diesem Zusammenhang verlangt KfV-Direktor Dr. Othmar Thann die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Fernreise- und Schwerverkehr: "Das ist nötig um eventuelle Anpassungen der Ferienreiseverordnung aufgrund fundierter Daten zu ermöglichen. Besonders die Verkehrsstärke der A3, der Südost Autobahn sollte einer Prüfung unterzogen werden."

Thann: "Im Sinne der Vorhersehbarkeit und Rechtssicherheit wünscht das KfV eine unbefristete Verordnung. Diese hätte den Vorteil, dass sie auch für die Folgejahre anwendbar wäre."

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit
Mag. Gabriele Hinterkörner
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71 770/161

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KVS0002