ÖAMTC: Zu hohes Tempo und jugendlicher Leichtsinn prägten Pfingstwochenende

Die Hälfte der Getöteten waren in Unfällen mit jugendlichen Verursachern verwickelt

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Nicht angepasste Geschwindigkeit gepaart
mit jugendlichem Leichtsinn prägte das Verkehrsunfallgeschehen am Pfingstwochenende. Die Hälfte der Unfälle mit tödlichem Ausgang war auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. Sechs von 14 getöteten Verkehrsteilnehmern waren in Unfällen mit jugendlichen Verursachern verwickelt", zieht ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte Roman Michalek Bilanz. Mit 14 Verkehrstoten waren am Pfingstwochenende um acht Tote mehr zu beklagen als im vergangenen Jahr. Zieht man in Betracht, dass es sich hierbei nur um vorläufige Zahlen handelt, kann mit bis zu einer Verdreifachung der Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer gerechnet werden (30-Tage-Fristabgrenzung in der Verkehrsunfallstatistik).

Generell ist ein steter Anstieg der Zahl Unfälle und der dabei Verletzten zu beobachten, belegen die Zahlen der Statistik Austria. Besonders eklatant hoch ist die Zahl junger Unfalllenker. Das bedeutet, dass vor allem in der Risikogruppe der jungen Lenker noch mehr in die Bewusstseinsbildung investiert werden muss. Spektakuläre Unfälle mit Führerschein-Neulingen unterstreichen die Notwendigkeit der im Vorjahr eingeführten Mehrphasen-Fahrausbildung. Der ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte appelliert an die Vernunft der Führerschein-Neulinge: "Die vorgeschriebenen Module der Mehrphasen-Fahrausbildung sollte man so bald wie möglich absolvieren. Werden ein oder mehrere der Phasen trotz Verständigung der Behörde nicht absolviert, kann es zur Verlängerung der Probezeit um ein Jahr und im schlimmsten Fall zum Entzug der Lenkberechtigung kommen."

Eine weitere typische Risikogruppe des Pfingstwochenendes waren Radfahrer und Biker mit insgesamt sieben Toten. Das vergleichsweise schöne Pfingstwetter hat wie befürchtet zahlreiche Freizeitsportler und -fahrer auf die Straßen gelockt. Durch das schöne Wetter stieg der Ausflugsverkehr. Damit nahm auch das Unfallgeschehen zu. Der Club fordert deshalb die Verwirklichung folgender Maßnahmen:

* Verstärkte Kontrolltätigkeit der Exekutive vor allem an verkehrsstarken Wochenenden.

* Flächendeckende Sicherheitsinspektionen (Road Safety Inspection) des gesamten Verkehrsnetzes zur Beseitigung von Sicherheitsmängeln auf der Straße wie beispielsweise zu enge Kurvenradien oder gefährliche Sturzräume.

* Partnerschaftliches Miteinander im Straßenverkehr: Viele Gefahrensituationen zwischen ein- und mehrspurigen Fahrzeugen könnten vermieden werden, wenn mehr Rücksicht aufeinander genommen wird.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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