"Kärnten wasser. reich" soll auch bei Weltausstellung in Japan präsentiert werden

Eröffnungsfest in Winklern - Kärnten setzt die nächsten Jahre auf seinen Wasserreichtum und erwartet kräftige Wirtschaftseffekte

Klagenfurt (LPD) - Kärnten steht ganz besonders im Zeichen des Wassers. Wasser gehört zentral zum Profil des Landes. Heute, Samstag, erfolgte der Startschuss für "Kärnten. wasser. reich", der "Erlebnisreise auf den Spuren des Wassers in Kärnten". In Winklern im Oberen Mölltal begann damit diese Landesausstellung der anderen Art rund ums Wasser unter dem Motto "WasserGold 2004". "Kärnten.wasserreich" wird fortgesetzt bis 2008, erfasst das Lieser-und Maltaltal und weiters den Millstätter See und soll sich darüber hinaus zu einer landesweiten Initiative entwickeln.

Heuer stehen die Gemeinden mit ihren Wasser-Angeboten von Winklern bis Heiligenblut im Mittelpunkt. Vor allem die Wasserschätze, das weiße Gold der Tauern wird in seinen vielen Facetten vom Großglockner beginnend bis nach Winklern mit zahlreichen attraktiven Ausflugszielen präsentiert. Schauplatz der Eröffnung heute war der historische Mautturm in Winklern, der revitalisiert und mit der Symbolfigur des Tauernwurms aussen und innen nach Plänen der Architektin Jana Revedin neu gestaltet und stark aufgewertet wurde. Der Turm ist nun gleichsam das "Tauerntor" und damit Pforte zum Nationalpark Hohe Tauern.

Kärnten ist das erste Bundesland, welches sich dem Wasser als Gesamtprojekt widme, sagte Landeshauptmann Jörg Haider beim Festakt in Winklern, an dem über 2000 Menschen teilnahmen und der sich als buntes Volksfest gestaltete. 71 Prozent des Trinkwassers in Kärnten komme aus Gebirgsquellen, was ein unglaublicher Reichtum sei, den man nicht hoch genug schätzen könne. Der einzigartige Wert des Wassers und die Verantwortung dafür wolle die Wassererlebnisreise vermitteln, betonte Haider. Kärnten habe viele Heilwässer, auch diese könnten in weiterer Folge stärker dargestellt werden.

Kärnten wolle vor allem bei der Weltausstellung in Japan im Jahre 2005 im Rahmen der Präsentationen des Österreich-Pavillons dabeisein und sich als einzigartiges Wassererlebnisland darstellen, sagte der Landeshauptmann und appellierte an die ebenfalls anwesende Nationalratsabgeordnete und frühere Staatssekretärin Mares Rossmann, dieses Anliegen bestmöglich zu unterstützen. Rossmann ist als Koordinatorin seitens Österreich für den Österreich-Anteil an dieser Weltausstellung zuständig. Der Landeshauptmann bekräftigte, dass es keine fremde Verfügbarkeit über das Kärntner Wasser gebe. "Dies wird so bleiben, niemand darf über uns Wasser verfügen, nur wir selbst".

Tourismusreferent LHStv. Karl Pfeifenberger sagte, dass Kärnten als Wasserland international besser vermarktet werden solle. Er sei zuversichtlich, dass mit den Investitionen für "Kärnten. wasser.reich" neue Investitionen ausgelöst würden und es zu nachhaltigen Effekten kommen werde. Kärnten sei Spezialist in Sachen Wasser. Gesamtheitliche Impulse für die Region seien zu erwarten.

Umwelt- und Gemeindereferent Reinhart Rohr betonte, dass das Bewusstsein für das Wasser weiter geschärft werden sollte. Kärnten sei sehr wasserreich, gerade die Berge, Seen und auch die großen Grundwasserreservoir seien typisch fürs Land. Es gelte, diese großen Wasserschätze zu hüten. Das Element Wasser sei mit Ehrfurcht zu betrachten. Die Wasserver- und -entsorgung sei auch ein wichtiger Impuls für Kärntens Wirtschaft. Allein im Wasserbau würden jährlich an die 120 Mio. Euro umgesetzt werden.

Aus Friesach, dem Ort der letzten Kärntner Landesaustellung, war eine große Abordnung in mittelalterlichen Kostümen unter Bgm. Max Koschitz gekommen, um den 2001 von LH Haider symbolisch erhaltenen Schlüssel weiterzugeben. Der Landeshauptmann reichte ihn heute an den Bürgermeister von Winklern, Hermann Seebacher, weiter.

Am Eröffnungsfest in Winklern fand sich viel Prominenz ein, darunter Sozialminister Herbert Haupt, die Landesräte Josef Martinz und Gerhard Dörfler, die Landtagspräsidenten Jörg Freunschlag und Kurt Scheuch, Chef der Kärnten Werbung Werner Bilgram, Superintendent Manfred Sauer und Generalvikar Gerhard Kalidz, die Landtagsabgeordneten Strutz, Gallo, Schwager und Gunzer, Landesschulratspräsident Zechmann, Militärkommandant Ebner, Gendarmerie-Chef Liberda, Billa-Chef Veit Schalle und Architektin Jana Revedin.
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