Weltnichtrauchertag: Waneck: Hauptaugenmerk muss der Jugend gelten

Jugendliche „Suchtkarrieren“ müssen früh verhindert werden

Wien, (BMGF/STS) – „Jugendliche Suchtkarrieren müssen bereits im Ansatz verhindert werden“, sagte heute FP-Gesundheitsstaatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck anlässlich des Weltnichtrauchertages. „Unser Hauptaugenmerk muss daher den Jugendlichen gelten, um eine Nikotinabhängigkeit gar nicht erst entstehen zu lassen.“ *****

Erschreckend, so Waneck, seien jene Fälle von Lungenkrebspatienten, die bereits mit knapp 30 Jahren unheilbar erkrankt seien. Dies komme von einem sehr frühen Einstieg in die Nikotinabhängigkeit. Für verantwortungsvolle Gesundheitspolitiker müsse dies ein Alarmsignal sein, um den Schwerpunkt auf die Frühprävention zu legen. Dabei seien Maßnahmen wie in Vorarlberg oder in Deutschland, wo der Zugang zu Zigaretten für Jugendliche erschwert werde, ein sehr begrüßenswerter Ansatz, betonte Waneck. In diesem Zusammenhang appellierte der Staatssekretär nochmals eindringlich an alle Tabakabgabenstellen in Österreich, die bereits bestehenden Gesetze strikt einzuhalten und keine Tabakwaren an Jugendliche abzugeben.

Ein Schwerpunkt der Prävention bei Jugendlichen müsse in der Schule stattfinden, so Waneck, der die Länderverantwortlichen aufforderte endlich die Schulen zur rauchfreien Zone zu machen. Dies müsse in diesem Falle auch für die Lehrer gelten, da sie eine besondere Vorbildfunktion hätten.

Nikotinabhängigkeit ist laut einer Definition der WHO (Weltgesundheitsorganisation) eine Krankheit. Daher seien Rauchverbote nur sehr eingeschränkt wirksam, so Waneck. „Ich kann einem Kranken nicht verbieten krank zu sein und ich kann ihn auch nicht kriminalisieren. Aber als Arzt kann ich dem Nikotinkranken Heilungsmöglichkeiten anbieten“, betonte Waneck. In Österreich gebe es eine Vielzahl von Entzugsprogrammen, die sehr erfolgreich arbeiten. Unsere Aufgabe müsse daher sein, die bereits Nikotinabhängigen dazu zu bewegen die Entzugsmöglichkeiten auch zu nutzen, so Waneck.

Die Strategie müsse daher in die Richtung gehen, Nikotinabhängigkeiten bereits im Ansatz zu verhindern und bestehende Abhängigkeiten durch Therapien zu beseitigen, so Waneck. „Verbote sind nur sinnvoll, wenn sie auch exekutiert werden können.“ (Schluss) mg bxf

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