Der Friede im Sudan braucht internationale Unterstützung

Caritas und die Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz appellieren an Außenministerin und Bundeskanzler

Wien (OTS) - Nach dem hoffnungsvollen Friedensabschluss im Sudan appellieren Caritas und die Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz an die Außenministerin Benita Ferrero-Waldner und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, auf internationaler Ebene alles in ihren Kräften Stehende zu tun, damit die Umsetzung des Friedens endlich reale Chancen bekommt. "Die schweren Menschenrechtsverletzungen vor allem in der Region Darfur aber auch im Gebiet der Shilluk rund um die Stadt Malakal sind grausame Beweise dafür, dass der Weg zu einem stabilen und gerechten Frieden im Sudan nur mit internationaler Unterstützung gelingen kann", unterstreicht Caritas-Präsident Franz Küberl das dringende Anliegen vieler Hilfsorganisationen.

Die Katastrophenleiterin der Caritas Österreich, Sabine Wartha, die sich derzeit in Darfur aufhält, berichtet von entsetzlichen Bedingungen unter denen die Vertriebenen bereits seit Wochen ums Überleben kämpfen. "Viele haben kein Wasser, nichts zu essen und kein Dach über dem Kopf. Die Hilfsorganisationen werden nicht zu den Notleidenden gelassen, vor allem Kinder sind vom Hungertod bedroht."

Um eine menschliche Katastrophe ungeheuren Ausmaßes zu verhindern, fordert die Caritas die zuständige Ministerin eindringlich auf, sich bei der sudanesischen Regierung sowie international dafür einzusetzen, dass es ungehinderten und sicheren Zugang zu den Flüchtlingsgebieten gibt. "Solange keine friedliche Lösung der lokalen Bürgerkriege angestrebt wird, solange ist der Gesamtfriede im Sudan vom Scheitern bedroht", ist Küberl überzeugt. "Die Vertriebenen müssen in ihre Wohngebiete zurückkehren können, aber dies wird sicher nur mit internationalen Sicherheitsheitsgarantien und internationalem Beistand möglich sein."

"Wir dürfen nicht zulassen, dass weiterhin Menschen auf Grund ihrer Ethnie ermordet und vertrieben werden", so Weihbischof Ludwig Schwarz, Vorsitzender der Koordinierungsstelle. "Nur wenn jetzt international rasch und entschieden gehandelt wird, kann weiteres menschliches Leid gelindert und verhindert werden. Nur so kann ein dauerhafter Frieden für den gesamten Sudan erreicht werden."

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Gabriela Sonnleitner
Caritas Österreich
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