Diskussion um Reform im Gesundheitswesen: GKK-Obmann Pansi gegen Vermischung von Zuständigkeiten

GKK-Direktor Mag. Wurzer für Leistungsabstimmungen zwischen Spitälern und niedergelassenen Ärzten

Klagenfurt (OTS) - Gegen die Art und Weise der derzeit laufenden Diskussionen über Reformen im Gesundheitswesen spricht sich der Obmann der Kärntner Gebietskrankenkasse, Helmut Pansi, aus. Pansi:
"Was derzeit stattfindet, sind Stellvertreterdiskussionen auf dem Rücken der Gebietskrankenkassen". Der Kärntner Kassenobmann verweist darauf, dass Organisationsformen und Neuordnungen der Finanzierungsströme zwischen Bund, Länder und Gemeinden nichts mit den Gebietskrankenkassen zu tun haben.

Seitens der Krankenkassen werden seit Jahren Vorschläge für Reformen im Gesundheitswesen, insbesondere zur Aufrechterhaltung des Leistungsniveaus und der Finanzierung, vorgelegt, erinnert der Kärntner Kassenobmann und verweist auf das jüngste Konzept, das "Kooperationen" im Gesundheitswesen zum Ziel hat.

Der Weg des Gemeinschaftlichen im Gesundheitswesen hat höhere Akzeptanz als eine Organisationsform vorrangig konzentriert in Wien, so Pansi.

Der Direktor der Kärntner GKK, Mag. Alfred Wurzer, sieht in Leistungsabstimmungen und Kooperationsformen eine der großen Chancen, um einerseits die Qualität sowie deren Finanzierbarkeit im Gesundheitswesen zu sichern.

Entscheidend wären Leistungsabstimmungen zwischen Spitälern und niedergelassenen Gesundheitseinrichtungen, z. B. zwischen Haus- und Fachärzten. Dies erfordert jedoch klare Vorgaben und Zielsetzungen des Gesetzgebers, also der Gesundheitspolitik, um innerhalb bestimmter Zeiträume z. B. Diagnose, Behandlung und Therapie abzustimmen, Befundungen in einem höheren Ausmaß gegenseitig zu akzeptieren, bis hin zur Verordnung von Medikamenten. Als Beispiel nennt Mag. Wurzer die Bemühungen der Kärntner Gebietskrankenkasse bei den Heilmittelverordnungen einen besser abgestimmten Vorgang und Ablauf zwischen Spitälern und niedergelassenen Ärzten herbeizuführen.

Die Spitalsärzte können schon derzeit technische und beratende Hilfestellungen der GKK in Anspruch nehmen, um etwa bei Ausstellungen der Rezepte den behandelnden Hausärzten Hilfestellungen zu gewähren und damit Unsicherheiten für den Patienten zu beseitigen.

Aktuell nennt der Kassendirektor den Kooperationsvertrag mit dem Krankenhaus der Elisabethinen, dessen Ärzte die Hilfestellungen der Kasse bei der Medikamentenverordnung in Anspruch nehmen. Mit dem vertraglich festgelegten "Rezepturrecht" gibt es einen abgestimmten Verordnungsablauf, von dem sowohl die weiter behandelnden Ärzte, vor allem aber die Patienten, profitieren.

Seitens der GKK wird erwartet, dass auch die öffentlichen Spitäler diese Möglichkeiten zur Anwendung bringen und somit im Interesse aller Bürger, insbesondere aber der Patienten, Sparziele mit verfolgen, die ohne Qualitätsverluste möglich sind.

Gerade jene, die im regionalen Bereich seit Jahrzehnten erfolgreich und konstruktiv die Gesundheitsversorgung organisieren und finanzieren, sollten dies auch weiterhin unter Bedachtnahme von kooperativen Zielen und Entscheidungsfindungen vornehmen, betonen GKK-Direktor Mag. Alfred Wurzer und GKK-Obmann Helmut Pansi.

Die Kärntner Gebietskrankenkasse präsentiert das von der "ARGE KV" (Arbeitsgemeinschaft der Krankenversicherung) erarbeitete Kooperationsmodell für eine Gesundheitspartnerschaft auf ihrer Interneseite unter http://www.kgkk.at

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Direktor Mag. Alfred Wurzer
Leitender Angestellter der Kärntner Gebietskrankenkasse
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