Lopatka: Voggenhuber soll aufhören den Ober-Europäer zu spielen

Statt abfälliger Äußerungen sollte der Grünen-Spitzenkandidat an seiner eigenen Glaubwürdigkeit arbeiten

Wien, 28.Mai 2004 (ÖVP-PK) "Abgesehen davon, dass es äußerst unglaubwürdig ist, dass sich der Grünen-Spitzenkandidat zur Europawahl und ehemalige EU-Beitrittsgegner nun als Ober-Europäer geriert, sind manche seiner Aussagen auf das Schärfste zurückzuweisen" sagte heute, Freitag, ÖVP-Generalsekretär Abg.z.NR Dr. Reinhold Lopatka zu den Ausführungen Johannes Voggenhubers ****

"Was glaubt Herr Voggenhuber eigentlich, wenn er den Bundeskanzler als 'Unglück für unser Land' bezeichnet, der 'nicht weniger ein Unglück für Europa' sei? Er dürfte dabei außer Acht lassen, dass mehr als 40 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher die ÖVP gewählt haben und sich damit für Wolfgang Schüssel als Bundeskanzler ausgesprochen haben." Die Ausführungen Voggenhubers reihten sich nahtlos in die "oberlehrerhafte Art" ein, "in der der Grüne sich derzeit zu Europa äußert", sagte Lopatka. Dass sich Voggenhuber heute besorgt über den Fortgang der Integration zeige und sich als Europa-Fan ausgebe, entbehrt für Lopatka "nicht einer gewissen Ironie". "Ich erinnere daran, dass Voggenhuber 1996 in den Salzburger Nachrichten bekundet hat, bei einer neuerlichen Abstimmung über den EU-Beitritt wieder mit Nein zu stimmen." ("Ich würde wieder mit Nein stimmen." 31.8.1996, SN). Auch die Betonung der Wichtigkeit des Europäischen Parlaments sei in der Sache richtig, aus Voggenhubers Mund allerdings unglaubwürdig, sagte Lopatka. "1996 maß er dem Europäischen Parlament eine derart geringe Bedeutung zu, dass er sagte: 'Es wird dort viel Unsinn entschieden, wenn es nicht wichtig ist, dann fahre ich nicht hin.'" (2.9.1996, Presse).

"Bevor Voggenhuber also weiterhin europapolitische Zensuren verteilt und sich in derart abfälliger Weise über politische Mitbewerber äußert, sollte er lieber an seiner eigenen Glaubwürdigkeit arbeiten. Denn es ist äußerst fraglich, ob die Österreicher jemanden vertrauen, der vor zehn Jahren den Beitritt Österreichs verhindern wollte, vor acht Jahren die EU von Innen schwächen wollte und der sich nun als Paradeeuropäer gibt", so Lopatka abschließend.

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