Grüne lehnen Lobau-Autobahn entschieden ab

Wien (OTS) - Die Grünen sind nach wie vor entschieden gegen die Errichtung einer Lobau-Autobahn. Aus diesem Grund führte Freitag Vormittag eine Pressefahrt in die Lobau, wobei Stadträtin Mag. Maria Vassilakou und Gemeinderat Mag. Rüdiger Maresch ausführlich die Gründe ihrer Ablehnung darlegten. Die Grünen hätten auch bei der EU-Kommission angefragt, wie Brüssel die "Bedrohung des Nationalparks durch die Lobau-Autobahn" beurteile. Die Antwort der Umweltkommissarin Margot Wallström hätte gelautet, dass die vorliegenden Trassenvarianten für die S 1-Lobau-Autobahn und A 22 -verlängerte Raffineriestraße nicht EU-konform seien.

Wie die Grünen argumentierten, würde die "Außenvariante" einen "Speckgürtel" aus Einkaufszentren und Fachmärkten am Stadtrand entstehen lassen, viel Autoverkehr wäre die Folge. Weiters würde diese Trasse den Nationalpark in einer Gesamtlänge von 160 Metern und ein Breite von sieben Metern zerstören. Die "Innenvariante", die durch die Donaustadt zum Flugfeld Aspern und weiter nach Norden bis zum Anschluss mit der A 5-Nordautobahn führen soll, würde zu einer Verschlechterung der Lebensqualität der Bewohner des 22. Bezirks führen. Auch der "verlängerte A 22 - Raffineriestraße" können die Grünen nichts Positives abgewinnen. StR. Vassilakou kritisierte nicht zuletzt die "enorme Kostenexplosion", das Geld könnte wesentlich sinnvoller angelegt werden. Sie forderte ein Maßnahmenpaket, um den Verkehrszuwachs in den Griff zu bekommen. Dieses sollte den Verzicht auf die Transitautobahn durch die Lobau beinhalten, den raschen Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Transdanubien, die Einführung einer Staumaut, die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung, den Vorrang für die innere Stadtentwicklung und kleinräumige Umfahrungsstraßen für die rasche Entlastung der Ortskerne von Aspern, Eßling, Groß Enzersdorf und Hirschstetten.

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