SJÖ: Junge ÖVP fordert Erweiterung des Zwangsdienstes

Kollross: Angepeiltes Ziel muss Abschaffung von Präsenz- und Zivildienst sein

Wien (OTS) - Andreas Kollross, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ) lehnt die Forderung von JVP-Chefin Fuhrmann nach einer getrennten Tauglichkeitsfeststellung für Wehr- und Zivildienst entschieden ab. "Die junge ÖVP macht wieder deutlich, welchen Schlingerkurs sie im Rahmen der Bundesheer-Reformkommission fährt. Auch wenn sie aus populistischen Gründen die Forderung der Sozialistischen Jugend nach Reduktion von Wehr- und Zivildienst übernommen hat, fordert sie doch gleichzeitig eine Ausweitung der Zwangsverpflichtung", so Kollross am Freitag.

Kollross ist überzeugt davon, dass das langfristige Ziel eine Abschaffung der Zwangsdienste sein muss: "Im derzeitigen Zivildienstsektor gibt es ein großes Potential für die Schaffung von Arbeitsplätzen. Dieses Potential nicht zu nutzen, bedeutet einerseits die Absage an die Verantwortlichkeit der Politik, aktiv Arbeitsplätze zu schaffen, und weist andererseits unserem Sozialsystem einen Platz im Randbereich politischer Prioritäten zu. Dafür ist die ÖVP allerdings hinlänglich bekannt."

Bis zur endgültigen Abschaffung fordert Kollross abschließend die generelle Verkürzung des Präsenz- und Zivildienstes auf sechs Monate und die Verbesserung der Situation der Präsenz- und Zivildiener. Eine Absage erteilt Kollross der Einführung unterschiedlicher Tauglichkeitsstufen.

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