EU-Bildungsminister begrüßen neue Generation der Bildungsprogramme

Gehrer: Stärkung der Mobilitätsprogramme ist wichtiger Beitrag zum Friedensprojekt Europa

Wien (OTS) - Die EU-Bildungsminister begrüßten heute den Vorschlag der EU-Kommission zur Stärkung der Mobilitätsprogramme. Die von der Kommission genannten Ziele sind ehrgeizig. Die Zahl der Studierenden, die am Studenten-Mobilitätsprogramm Erasmus teilnehmen, soll bis 2010 verdreifacht werden. Derzeit absolvieren jährlich rund 120.000 Studenten mit Erasmus einen Teil ihres Studiums im Ausland. Insgesamt sollen bis zum Jahr 2010 drei Millionen Studierende an Erasmus teilgenommen haben. Die Bildungsminister verwiesen aber auf die noch zu führenden Verhandlungen über die finanzielle Vorausschau 2007-2013. Der Budgetvorschlag der EU-Kommission sieht vor die Mittel für die Bildungsprogramme ab 2007 zu vervierfachen. „Die Mobilitätsprogramme bieten vielen Jugendlichen die Möglichkeit, in anderen Staaten Erfahrungen und Sprachkompetenzen zu erwerben, die ihnen später im Beruf zugute kommen. Jugendliche, die an einem Mobilitätsprogramm teilnehmen, lernen aber auch das Leben der Menschen in anderen Ländern und viele positive Seiten anderer Lebensweisen kennen. Die Stärkung der Mobilitätsprogramme ist ein wichtiger Beitrag für das gegenseitige Verständnis und für das Friedensprojekt Europa“, erklärte Gehrer.

Die Bildungsminister verwiesen auch auf die Notwendigkeit, die neuen Bildungsprogramme verwaltungstechnisch zu vereinfachen. „Die neuen Programme müssen kundenfreundlicher, einfacher und schneller sein. Besonders kleine Institutionen haben derzeit oft Schwierigkeiten bei einer Antragsstellung. Für eine EU-Förderung von 4000 Euro für eine Comenius-Schulpartnerschaft ist derzeit ein 22 Seiten Antrag auszufüllen. Das ist eindeutig zu aufwändig“, so Bildungsministerin Elisabeth Gehrer. Gehrer setzt auch sich für eine Verkürzung der Wartezeit für Projektbewilligungen ein, die derzeit bis zu 1 ½ Jahre dauern kann.

Auch das Kooperationsprogramm der EU-Mitgliedsstaaten mit anderen Partnerländern „TEMPUS“ soll ausgebaut werden. Dieses Programm ist zurzeit auf den Hochschulbereich begrenzt, soll aber auf den Schulbereich, die berufliche Aus- und Weiterbildung sowie auf die Erwachsenenbildung ausgeweitet werden. „Österreich hat als Land im Herzen Europas im Bildungsbereich bereits sehr viele Kooperationen mit den Nachbarländern der EU. Von einer Ausweitung des Programms würde Österreich besonders profitieren“, so Gehrer abschließend.

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