Mama's baby, papa's maybe - Familien- und Erbrecht missachtet Frauen

Trannacher: Die Urangst der Männer vor einem untergeschobenen Kind rechtfertigt nicht die Missachtung der Frauen im Gesetz

Klagenfurt (SP-KTN) - Scharfe Kritik an der schwarz-blauen Bundesregierung hinsichtlich der beschlossenen Änderung des Familien-und Erberechts üben die Kärntner SPÖ-Frauen. "Die Urangst der Männer vor einem untergeschobenen Kind rechtfertigt nicht, dass durch die Änderung des geltenden Rechts die Interessen der Männer gestärkt, gleichzeitig aber die Interessen der Frauen missachtet werden", kritisiert die Vorsitzende der SPÖ-Frauen in Kärnten, LAbg. Sieglinde Trannacher.

Die Rechtsstellung der Mütter werde nicht nur nicht verbessert, sondern sogar massiv verschlechtert, sagt Trannacher und wirft der schwarz-blauen Bundesregierung eine Politik für oder in diesem Zusammenhang besser gesagt gegen Frauen, wie in vergangenen Jahrhunderten, vor. Offensichtlich wolle Böhmdorfer (FPÖ), dass viele Frauen keine Chance und keine Klageslegitimation auf Feststellung der Vaterschaft haben. "Unter dem Motto ‚Mama's baby, papa's maybe' müssen viele Kärntnerinnen nach Willen der Bundesregierung hinkünftig akzeptieren, dass sie laut Abstammungsrecht auf das Wohlwollen des potentiellen Vaters angewiesen sind", untermauert Trannacher die SPÖ-Kritik und erklärt: "Wir fordern, dass den Müttern das Recht zugestanden werden muss, selbst eine Klage einzubringen".

Scharfe Kritik übt Trannacher in Zusammenhang mit der Änderung des Familien- und Erbrechtes auch an Frauenministerin Rauch-Kallat (ÖVP). "Mit ihrem Schweigen zur Missachtung von Fraueninteressen bestätigt Rauch-Kallat, dass sie weder den Titel noch das Amt einer Frauenministerin verdient hat", macht Trannacher deutlich und bemerkt abschließend: "Ich appelliere an die weiblichen Abgeordneten aller Fraktionen dieses Unrecht nicht zu akzeptieren und mit uns gemeinsam ein gleiches Recht für Frauen einzufordern!" (Schluss)

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