"Volksanwalt - Gleiches Recht für alle" am 29. Mai im ORF: "Kanalrebellen" gegen Behörden

Wien (OTS) - Mit zahllosen behördlichen Hürden und Hindernissen sehen sich umweltbewusste Bauern konfrontiert, die die Abwässer ihrer Betriebe selbst klären und wiederverwerten wollen. Sie haben sich an Volksanwältin Rosemarie Bauer gewandt, weil sie sich schikaniert und durch Gesetze benachteiligt fühlen. "Volksanwalt - Gleiches Recht für alle" mit Peter Resetarits am Pfingstsamstag, dem 29. Mai, um 17.45 Uhr in ORF 2.

Fast alle Bundesländer fördern den Bau dezentraler Pflanzenkläranlagen. Diese Form der biologischen Abwasserbehandlung ist eine weithin anerkannte Alternative zu großen zentralen Kläranlagen, für die gerade im ländlichen Raum kilometerlange Kanalsysteme verlegt werden müssen. Ein Ehepaar im Burgenland, das sich an die Volksanwaltschaft gewandt hat, bekommt allerdings keine Unterstützung für seine Pflanzenkläranlage. Laut Umweltförderungsgesetz können Privatleute nämlich nur dann Geld vom Bund bekommen, wenn auch das Bundesland solche Maßnahmen fördert. Im Burgenland werden zwar Gemeinden, Gemeindeverbände, Wassergenossenschaften oder Wasserverbände gefördert, nicht aber Kläranlagen von privaten Besitzern.

Auch in Niederösterreich sorgt die Frage der Abwasserentsorgung für heftige Auseinandersetzungen. Zahlreiche Landwirte wehren sich bereits seit Jahren gegen einen von der Behörde verordneten "Anschlusszwang" an das öffentliche Kanalnetz. Sie verweisen darauf, dass sie das anfallende Abwasser auf Grund der in ihrer Region bestehenden Wasserarmut dringend benötigen. Daher verstehen sie auch nicht, dass sie das kostbare Nass in den öffentlichen Kanal ableiten und gleichzeitig Trinkwasser ankaufen müssen.

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