FSGGDG-Frauen fordern "Recht auf Teilzeit für ALLE Eltern!"

Aktuelle Gesetzesänderung kann nur Grundstein für bessere Regelung sein

Wien (FSGGdG). (OTS) - Die diese Woche mit den Stimmen dreier Parteien beschlossene Neuregelung der Teilzeitbeschäftigung ruft bei den Frauen der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (FSGGDG) gemischte Gefühle hervor. Frauen-Vorsitzende Christa Hörmann: "Es ist zwar erfreulich, dass man sich jetzt mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie beschäftigt. Aber das Gesetz schließt einen Großteil der Eltern von vornherein aus!"++++

Die Änderung im Mutterschutzgesetz, die den Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung neu regelt, tritt mit 1. Juli 2004 in Kraft. Hauptpunkte der Kritik laut FSGGDG-Bundesfrauenreferentin Angela Lueger: "Man hat mit diesem Recht zwei Kategorien von Eltern geschaffen, solche mit und solche ohne Rechtsanspruch. Gleichzeitig ist die Voraussetzung für die Elternteilzeit oder die vereinbarte Teilzeitbeschäftigung wieder an den gemeinsamen Haushalt gebunden. Wird dieses Gesetz nicht nachgebessert, wird es totes Recht bleiben."

Die Forderung der FSGGDG-Frauen: Das geänderte Gesetz kann nur der Grundstein für eine bessere Regelung sein. Hörmann: "Das Recht auf Teilzeit muss für alle Eltern gelten, auch in Betrieben mit bis zu 20 Beschäftigten und für ArbeitnehmerInnen, die noch nicht drei Jahre beschäftigt sind!"

Rückfragen & Kontakt:

FSGGdG, Telefon: (01) 313 16 - 83 703,
Informationen im Internet: www.gdgfsg.at

FSG, 28. Mai 2004 Nr. 080

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGS0001