Pharmig fordert Gleichberechtigung von Originalherstellern

Die angekündigte, niedrigere Rezeptgebühr soll nicht nur für Generika, sondern auch für preisgleiche oder billigere Originalprodukte gelten.

Wien (OTS) - Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat will den Patienten den Griff zu Generika, also wirkstoffgleichen Nachfolgepräparaten, künftig versüßen: Um 35 Prozent, so die Ankündigung der Gesundheitsministerin, soll die Rezeptgebühr für Generika demnächst billiger sein als für Originalprodukte. Derzeit zahlen die Patienten für Generika und Originalpräparate die gleiche Rezeptgebühr von 4,35 Euro. Die Pharmig, Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen, verlangt jetzt, dass die niedrigere Rezeptgebühr auch für Originalpräparate gelten soll, sofern sie gleich günstig oder noch billiger sind als Generika.

Pharmig-Geschäftsführer Erhard P. Geisler: "Vordergründig regelt die 61. ASVG-Novelle künftig den Preisabstand zwischen Originalpräparat und Generikum. Ich gehe aber davon aus, dass bei einer niedrigeren Rezeptgebühr für Generika viele Originalhersteller die Preise auf das Niveau der Generika-Anbieter senken oder diese sogar unterbieten werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben." Für diese Originalpräparate, argumentiert Geisler, müsse dann ebenfalls die niedrigere Rezeptgebühr gelten. "Ich fordere daher die Politik auf, rasch entsprechende Maßnahmen zu setzen, um hier für eine Gleichberechtigung von Originalherstellern und Generika-Anbietern zu sorgen."

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