Rübig: Voller Einsatz für KMU im Welthandel

Rübig will engagierter KMU-Vertreter in WTO-Verhandlungen sein

Grieskirchen, 27. Mai 2004 (ÖVP-PK) "Die Welthandelsorganisation WTO darf nicht allein für die großen Konzerne von Nutzen sein. In der kommenden Legislaturperiode werde ich im neuen Außenhandelsausschuss des Europaparlament ein kompetenter und engagierter Vertreter für kleine und mittlere Unternehmen sein, der sie bei Handelsfragen unterstützt", sagte heute, Donnerstag, der oberösterreichische Europaparlamentarier Dr. Paul Rübig im Rahmen eines Betriebsbesuches bei der Firma Poettinger in Grieskirchen. "Bei den WTO-Verhandlungen der
kommenden Jahre trete ich für die Etablierung einer internationalen Datenbank zur Erleichterung des Handels ein, die alle in den WTO-Mitgliedstaaten geltenden Import- und Exportvorschriften enthält. Via Internet sollte jeder Klein- und Mittelbetrieb freien Zugang zu diesen Informationen haben. Verletzt ein Mitgliedsland die eigenen Vorschriften, so sollte es gegenüber den betroffenen Parteien schadenersatzpflichtig sein. Dadurch würden gerade KMU das nötige Vertrauen entwickeln, um in den internationalen Markt eintreten zu können", betonte Rübig.

Der Spitzenkandidat der oberösterreichischen ÖVP für die Europawahlen hat als Präsident des Europäischen Wirtschaftsbundes SME-Union an den WTO-Verhandlungen 1999 in Seattle, 2001 in Doha
und 2003 in Cancun aktiv teilgenommen. "Ich will alle europäischen KMU-Verbände verstärkt in die WTO-Verhandlungen einbeziehen. Wir müssen den derzeitigen WTO-Rechtsbestand multilateral verbessern und ausbauen", sagte Rübig. Der ÖVP-Europaabgeordnete, heute Präsident des weltweiten Wirtschaftsbundes SME Global, wird sich in der kommenden Legislaturperiode verstärkt um die Chancen der heimischen Wirtschaft im Welthandel kümmern. "Ich bin sehr froh darüber, dass das Europäische Parlament gerade im Bereich des Außenhandels zusätzliche Kompetenzen und Einflussmöglichkeiten bekommen hat, die ich im Interesse unserer Wirtschaft voll nutzen möchte", so Rübig.

Bei seinem Betriebsbesuch bei dem Hersteller landwirtschaftlicher Geräte Pöttinger zeigte sich Rübig sehr beeindruckt von der positiven Unternehmensentwicklung des Unternehmens: Im Vorjahr konnte der Umsatz um 8,7 % auf 134,7 Mio. Euro gesteigert werden, 979 Mitarbeiter erwirtschafteten somit den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte. Der Betrieb ist der größte Arbeitgeber der Region, allein in den letzten fünf Jahren konnten 100 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Pöttingers Exportquote beträgt 74,8 %, wobei überdurchschnittliche Umsatzzuwächse in Frankreich mit 33 %, Großbritannien mit 77 % und Dänemark mit einer Steigerungsrate von 100% erzielt werden konnten. Besonders expansiv ist die Entwicklung in den EU-Beitrittsländern:
Der Umsatzanteil der Beitrittskandidaten macht bereits 6,6 % aus, wobei die Umsätze in diesen Ländern um 10 % gesteigert werden konnten. Die stärksten Umsatzträger bei den neuen EU-Ländern sind gereiht die Länder Tschechien, Polen, Ungarn, Slowakei und Slowenien. "Ein Musterbetrieb in Oberösterreich, der zeigt, dass die Chancen der Erweiterung und der Globalisierung positiv angenommen und genutzt werden können", sagte Rübig abschließend.

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