- 27.05.2004, 10:37:31
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ARBÖ: Ausweitung und Absicherung der Wochenend-Fahrverbote
ARBÖ gegen Harmonisierung der Wochenend- und Feiertagsfahrverbote in EU
Wien (OTS) - Der ARBÖ spricht sich klar und deutlich gegen eine
Harmonisierung der Wochenend- und Feiertagsfahrverbote in der EU aus.
Gebot der Stunde ist vielmehr nicht nur eine Absicherung der
bestehenden Wochenend-Fahrverbote in Österreich, sondern eine
Ausweitung der Wochenendfahrverbote für Kleintransporter unter 7,5
Tonnen Gesamtgewicht , wie sie vom Bundesministerium für Verkehr,
Innovation und Technologie (BMVIT) gewünscht wird.
ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar: "Bestehende
Lkw-Wochenendfahrverbote sind nicht einzuschränken, sondern ab zu
sichern und auf Kleintransporter aus zu dehnen." Auf Österreichs
Autobahn- und Schnellstraßen sind immer mehr Konvois mit leichten
Lkws aus den neuen EU-Staaten zu registrieren.
Die Entflechtung von Güter- und Personenverkehr, wie sie durch die
österreichische Ferienreiseverordnung während der intensiven
Sommerreisezeiten erreicht wird, müsse auch in Brüssel gehört werden.
"Die Interessen der österreichischen Bevölkerung müssen auch in
Brüssel geachtet werden".
Die von der EU angestrebte Harmonisierung würde zu einer
Einschränkung der Lkw-Wochenendfahrverbote von Samstag 22 Uhr bis
Sonntag 22 Uhr führen und würde Österreich unter Druck setzten. In
Österreich gilt ja derzeit das Wochenendfahrverbot für Lkw über 7,5
Tonnen Gesamtgewicht an jedem Samstag um 15 Uhr und dauert bis
Sonntag 22 Uhr. Dieses Verbot soll Anrainern und Lkw-Lenkern zu einer
Ruhe- und Lärmpause verhelfen und aus Sicherheitsgründen den
Ausflugs- und Feiertagsverkehr vom Lkw-Verkehr zu entkoppeln. Viele
Pkw-Fahrer fühlen sich nachweislich durch Lkw verunsichert
In der Hauptreisezeit wird das Wochenendfahrverbot durch die
Ferienreiseverordnung ausgedehnt. In der Sommerzeit gilt das
Lkw-Fahrverbot schon ab Samstag 7 Uhr und gilt bis Sonntag 22 Uhr.
Angeblich sollen zwar bestehende Fahrverbote in den Mitgliedsländern
auch nach einer Harmonisierung weiterhin aufrecht bleiben, bringt
aber alle Ausnahmeregelungen unter Druck. Die "Ferienreiseverordnung"
sieht darüber hinaus an vier besonders reiseintensiven Wochenenden
eine Ausdehnung des LKW-Fahrverbotes auf Freitag zwischen 15 und 20
Uhr vor.
Rasch auszudehnen ist nach Ansicht des ARBÖ das
Wochenendfahrverbot auf alle Gütertransporte unter 7,5 Tonnen. Immer
mehr Frächter - vor allem aus Tschechien, der Slowakei und Ungarn -
durchlöchern das Wochenendfahrverbot, indem sie die Güter auf mehrere
Lkw unter 7,5 Tonnen umladen. Da diese Konvois ein zunehmendes
Sicherheitsrisiko darstellen, verlangt der ARBÖ eine Ausdehnung des
Lkw-Wochenendfahrverbotes.
OTS0092 2004-05-27/10:37
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