Lunacek: Erbärmlich niedriger Beitrag Österreichs zu humanitärer Hilfe

Kritik an mangelndem Sudan-Engagement Österreichs

Wien (OTS) -

"Seit Samstag will die sudanesische Regierung den Zugang der Hilfsorganisationen zu den intern Vertriebenen in den

westsudanesischen Darfur-Provinzen ermöglichen," begrüßt Ulrike Lunacek, außenpolitische Sprecherin der Grünen, die Entscheidung der Regierung in Khartoum. Diese habe nun - spät aber doch - dem internationalen Druck nachgegeben, betonte Lunacek.

Heftige Kritik übte die Abgeordnete der Grünen erneut am mangelnden österreichischen Engagement was die Unterstützung von humanitären Organisationen betrifft: "Es ist erbärmlich, dass der UNO-Vize-Generalsekretär für Humanitäre Hilfe (OCHA), Jan Egeland, bei einem Besuch in Wien feststellen muß, dass Österreich, eines der reichsten Länder der Welt, nur an 21. Stelle der Spendernationen steht - sogar noch hinter dem afrikanischen Kleinstaat Malawi." Zehn Jahre nach dem Genozid in Ruanda dürften sich die Außenministerin -und mit ihr die gesamte österreichische Bundesregierung - nicht vorhalten lassen, erneut bei einer humanitären Katastrophe einfach weggesehen zu haben," forderte Lunacek Ferrero-Waldner sowie Finanzminister Grasser auf, endlich Finanzmittel für mehr humanitäre Hilfe Österreichs für Darfur und die mehr als eine Million intern Vertriebenen in der Region loszueisen.

Lunacek kritisierte erneut die Weigerung der Außenministerin sowie der Regierungsfraktionen im österreichischen außenpolitischen Rat am vergangenen Mittwoch ihrem Antrag auf Erhöhung der humanitären Hilfe für Darfur zugestimmt zu haben: "Ich hoffe, dass die massive Kritik von UNO-Vize- Generalsekretär Jan Egeland nun zu einer Änderung der Haltung der österreichischen Bundesregierung führen wird," schloß Lunacek.

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