"profil": Rechnungshof beschäftigt sich mit Sicherheitsstandard im Kunsthistorischen Museum

Fiedler: Diebstahl hätte "vermutlich verhindert werden können" - laut KHM-Aufseher lösen auch vorbeifahrende "schwere LKWs Alarm aus"

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat nun der Rechnungshof die umstrittenen Sicherheitsvorkehrungen im Kunsthistorischen Museum (KHM) unter die Lupe genommen.

Seit wenigen Tagen liegt Direktor Wilfried Seipel ein Rohbericht vor, der sich unter anderem auch mit der Alarmsicherung des KHM beschäftigt. RH-Präsident Franz Fiedler hatte sich bereits kurz nach dem Raub der "Saliera" kritisch darüber geäußert: Der Diebstahl, so Fiedler damals, hätte "vermutlich verhindert werden können", wenn in die Sicherheit des Museums investiert worden wäre statt in eine Versicherung.

In Bezug auf die Zahl der Fehlalarme, die vom Überwachungssystem des KHM ausgelöst wurden, zitiert "profil" einen der Aufseher, der in der Tatnacht Dienst hatte: "Wie bereits gesagt, wurde fast jede Nacht in einem der von uns zu betreuenden Bereiche ein 'Alarm' ausgelöst." Ein zweiter Aufseher gab laut Ermittlungsakt der Polizei folgendes zu Protokoll: "Auch wenn schwere LKWs die 2er-Linie (die sich zwischen KHM und Museumsquartier befindet, Anm.) entlang fahren, löst sich schon der Alarm aus."

Seipel hatte in der ORF-Sendung "Treffpunkt Kultur" erklärt, das KHM habe "im letzten Monat vor dem Einbruch insgesamt sieben Nachtalarme, also solche in der Zeit zwischen Mitternacht und sechs Uhr früh" registriert. Das bewege sich "alles in normalen Dimensionen".

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