Lunacek: Ferreros-Waldners Verhalten zu Sudan beschämend und mutlos

Außenministerin tut zu wenig bei drohender humanitärer Katastrophe

Wien (OTS) - Als "beschämend und mutlos" bezeichnet Ulrike
Lunacek, außenpolitische Sprecher der Grünen, die Tatsache, dass die Außenministerin nicht bereit sei, dem Botschafter des Sudan in Wien auch auf bilateraler Ebene die Forderungen des EU-Außenministerrates zur Abwendung der Flüchtlingskatastrophe im Westen des Sudan mitzuteilen. Der Rat habe am Dienstag die Regierung in Khartum aufgefordert, sowohl die Janjawed-Milizen zu entwaffnen als auch den Hilfsorganisationen Zutritt zu den mehr als einer Million intern Vertriebenen zu gewähren. "Diese Flüchtlinge in den Darfur-Provinzen sind laut Aussagen des UNO-Vizegeneralsekretärs Jan Egeland in den nächsten ein bis zwei Wochen vom Hungertod bedroht, wenn das Regime in Khartum nicht raschest den Zugang für die humanitären Organisationen gewährt", so Lunacek.

"Die internationale Gemeinschaft darf zehn Jahre nach dem Genozid in Ruanda bei dieser nun drohenden humanitären Katastrophe nicht wieder nur zuzuschauen, sondern muss handeln", fordert Lunacek. Dass Ferrero-Waldner diese Situation nicht als gravierend genug einschätzt, um gegenüber der sudanesischen Regierung auch öffentlich aktiv zu werden, sei höchst problematisch, kritisiert Lunacek die Ablehnung ihres entsprechenden Antrages im Auswärtigen Rat durch Ferrero-Waldner am Mittwoch Abend. Dieser Antrag hatte auch die Forderung nach entsprechender finanzieller Unterstützung der humanitären Organisationen durch Österreich beinhaltet.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0002