Klimaschutz: Österreichischer Allokationsplan zum Emissionshandel wird von EU zurückgeschickt !

Wien (OTS) - Wie eine Lehrerin, deren Zöglinge hinterm Klassenziel zurückbleiben, beurteilt EU-Umweltkommissarin Margot Wallström die nationalen Pläne zum Emissionshandel. Neun der fünfzehn alten, drei der neuen Mitglieder haben bislang Vorschläge eingereicht. Wallström:
"Mein Eindruck: Alle sind zu großzügig mit den Zertifikaten. Nur wenn die gehandelten Güter knapp sind, kann ein funktionierender Markt entstehen."

Wallström beließ es aber nicht bei der Eindrucksschilderung. Sie kündigte an, dass alle derzeit vorliegenden Pläne an die Mitgliedsländer zurückgeschickt werden. Die Länder haben dann drei Monate Zeit, sich ehrgeizigere Reduktionsziele zu setzen und weniger Zertifikate zu verteilen. Dadurch soll ein Anreiz geschaffen werden, in schadstoffarme Anlagen zu investieren.

Eigentlich hätten die Pläne für die alten Mitglieder bis Ende März vorliegen sollen. Für die Neuen lief die Frist Ende April aus.

Österreich hat seinen Allokationsplan zwar zeitgerecht abgegeben, die zugeteilten Zertifikate bedeuten jedoch einen Zuwachs der Emissionen von Industrie und E-Wirtschaft von 5 Millionen Tonnen CO2 in den nächsten Jahren, das entspricht plus 18 Prozent! Klimabündnis Österreich sieht in diesem Katastrophenplan eine völlige Aufgabe des Kyoto-Zieles.

Rückfragen & Kontakt:

Klimabündnis Österreich
wolfgang.mehl@klimabuendnis.at
Tel. 0664-3361348
http://www.klimabuendnis.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0003