Seiser: Grasser trägt Schuld an Steigerung der Insolvenzen im Baugewerbe

Langjährige falsche Wohnbaupolitik bringt Bauhaupt- und Nebengewerbe in die Krise

Klagenfurt (SP-KTN) - In Kärnten steigen die Insolvenzen weiter
an. Zwar sind die Unternehmensinsolvenzen (98) im Vergleich zum Vorjahr erfreulicherweise um 2,9 % zurückgegangen, mit insgesamt 217 Insolvenzen, davon 119 im privaten Bereich, verzeichnet Kärnten aber eine Gesamtsteigerung von 11,9 Prozent. Insbesondere das Bauhaupt-und Nebengewerbe ist mit 19 Insolvenzen im ersten Quartal 2004 massiv betroffen. "Grund für die Insolvenzanfälligkeit der Bauwirtschaft ist vor allem die verfehlte Wohnbaupolitik der letzten Jahre und der drastische Rückgang der Wohnbauförderungstitel seit 1997", kritisiert der Wohnbausprecher der Sozialdemokraten im Kärntner Landtag, LAbg. Herwig Seiser.

Durch den Insolvenzfall sind in Kärnten 436 Arbeitsplätze gefährdet. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht dies für Kärnten einer Steigerung von 13,8 Prozent. "Ich fordere Finanzminister Grasser auf, im Rahmen des Finanzausgleiches zwischen Bund und Ländern dafür zu sorgen, dass die dramatische Insolvenzsituation in Kärnten und damit die Gefährdung von Arbeitsplätzen abgewendet wird, statt Steuergeschenke an Konzerne zu verteilen, wie es Grasser mit der ‚Anti-Bürger-Pro-Konzerne-Steuerreform’ getan hat", sagt Seiser und ergänzt: "Nur wenn es im Bereich der Wohnbaupolitik ein Umdenken gibt, werden wir das Bauhaupt- und Nebengewerbe nachhaltig vor Insolvenzen weitgehend schützen können und damit die Arbeitsplätze sichern und das muss es uns wert sein". Seiser betont auch, dass die Insolvenzanfälligkeit im Bauhaupt- und Nebengewerbe seit Jahren dramatisch sei.

Kärnten hält mit 217 Insolvenzen, davon 1 Ausgleich, 170 Konkurse und 46 mangels kostendeckenden Vermögens abgewiesene Konkurse, im 1. Quartal 2004 7,3 Prozent an den Gesamtinsolvenzen Österreichs (2957). Die 119 Insolvenzen im privaten Bereich entsprechen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres einer Steigerung von 29,3 Prozent. Bei der Insolvenzanfälligkeit führt das Bauhaupt- und Nebengewerbe im 1. Quartal 2004 mit 19 Insolvenzen, gefolgt von der Gaststätten- und Hoteleriebranche mit 16 Insolvenzen und der Branche der Elektrogeräte, Radio, TV und EDV mit 7 Insolvenzen. (Schluss)

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