Swoboda kritisiert Zulassung von Genmais durch EU-Kommission

Sozialdemokraten haben auf EU-Ebene Kennzeichnungspflicht durchgesetzt - Bringt Konsumenten Wahlfreiheit

Wien (SK) "Grundsätzlich wäre es mir natürlich lieber gewesen, wenn die EU gentechnisch veränderten Produkten eine klare Absage erteilt hätte", erklärte SPÖ-EU-Spitzenkandidat Hannes Swoboda zur Zulassung von gentechnisch verändertem Süßmais der Schweizer Firma Syngenta durch die EU-Kommission. Dagegen seien aber "massive Konzerninteressen" gestanden, stellte Swoboda am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Graz fest. Immerhin sei es aber einer Initiative der Sozialdemokraten im Europaparlament zu verdanken, dass es wenigstens strenge Kennzeichnungsregelungen für gentechnisch veränderte Lebensmittel gibt. Diese Regelung sei ein wichtiger Schritt, um den Konsumenten die Wahlfreiheit zwischen gentechnisch veränderten und genfreien Produkten zu garantieren. ****

Es müssten nun in Österreich bzw. in den einzelnen Bundesländern klare Regelungen getroffen werden, um das Nebeneinander (Ko-Existenz) von konventioneller und Gentechnik-Landwirtschaft zu gewährleisten, forderte der SPÖ-EU-Spitzenkandidat. Die EU erlaube hier einen Spielraum, den es zu nutzen gelte und der mit klaren Regelungen gefüllt werden müsse. Es müsse alles daran gesetzt werden, dass sich in diesem Zusammenhang nicht ausschließlich die Interessen der Gentechnik-Konzerne durchsetzen, betonte Swoboda abschließend. (Schluss) ps

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