Volkshilfe für freiwilliges soziales Jahr

Präsident Josef Weidenholzer legt auf die Freiwilligkeit großen Wert

Wien (SK) Derzeit leisten die Zivildiener einen großen Beitrag zum Funktionieren des sozialen Systems in Österreich. Aber auch die jungen Menschen profitieren von diesen Erfahrungen, für viele ist es der Einstieg in die Arbeit im Sozialbereich. Wenn in absehbarer Zeit die Verpflichtung zum allgemeinen Wehrdienst fällt, müsse das auch für den Zivildienst gelten, erklärt Josef Weidenholzer, Präsident der Volkshilfe Österreich, am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Daher sei es sinnvoll, zeitgerecht zu überlegen, welche Regelungen die Lücken füllen können, die eine Abschaffung des Zivildienstes in der bisherigen Form zweifellos mit sich bringen wird. ****

"Ein freiwilliges soziales Jahr, das Burschen und Mädchen die Möglichkeit gibt, sinnvoll mitzuarbeiten, Erfahrungen zu sammeln und das auch für die Ausbildung und den Lebenslauf zählt, ist sicher eine gute Sache. Allerdings muss das Angebot für ein solches Sozialjahr so attraktiv sein, dass auf Zwang verzichtet werden kann. Denn auf die Freiwilligkeit lege ich großen Wert", so Weidenholzer.

Eine Verpflichtung für Frauen und Männer erscheint Weidenholzer vor allem aus Sicht der Frauen völlig untragbar. Denn bei den unzähligen Benachteiligungen, denen Frauen im Laufe ihres Lebens ausgesetzt sind, bei der ungerechten Entlohnung und dem schwierigen Zugang zu Spitzenpositionen bis hin zur höchst einseitig verteilten Übernahme von Pflegetätigkeiten in der eigenen Familie, erscheine ein Zwang zu einem Sozialjahr als undenkbar. (Schluss) se/mp

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