Kinderfreunde: ÖVP und FPÖ geben sich betont familienfeindlich - Vaterschutzmonat wird abgelehnt

Wien (SK) "Mit der Ablehnung des Vaterschutzmonats enttäuschen ÖVP und FPÖ tausende Familien in diesem Land. Das ist offen zur Schau gestellte Familienfeindlichkeit der Regierungsparteien", ärgert sich Gernot Rammer, Geschäftsführer der Österreichischen Kinderfreunde, über das Nein zu aktiver Vaterschaft. Während SPÖ, Grüne, Katholische Organisationen und Kinderfreunde, Arbeiterkammer und Gewerkschaften und so gut wie alle FachexpertInnen diese Forderung begrüßen, wird sie von den Regierungsparteien "mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnt". ****

"Wir werden uns weiter bemühen, auch die Regierung von der Notwendigkeit aktiver Familienpolitik zu überzeugen. Der Vaterschutzmonat wird kommen, weil die Betroffenen diese Forderung in großer Mehrheit unterstützen. Über 10.000 Eltern haben bereits ein Zeichen gesetzt und sich als UnterstützerInnen bei den Kinderfreunden eingetragen", so Rammer am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Bundesweit sind weitere Aktionen geplant.

"Väter wollen mehr und mehr Verantwortung für ihre Kinder übernehmen. Frauen wollen mehr und mehr die Väter als aktive Partner bei der Kindererziehung, und Kinder brauchen liebevolle Beziehungen zu beiden Elternteilen. Der Vaterschutzmonat gibt den Familien Zeit die sie gerade in den ersten Wochen nach der Geburt dringend brauchen", erklärte Rammer.

"Aber auch immer mehr VertreterInnen der Wirtschaft erkennen, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für eine moderne Wirtschaft ohne Alternative ist. Mehr Verantwortung der Väter für das Familienleben ist ein guter Beitrag zur Vereinbarkeit. Aktive Väter sind aber auch gute Mitarbeiter, weil sie über eine ausgeglichene work-live-balance verfügen", ist Rammer von der Notwendigkeit der Väterförderung und des Vaterschutzmonats überzeugt.

In den meisten europäischen Ländern gibt es bereits Anreize für aktive Vaterschaft. Mit dem Nein der Regierung droht österreichischen Eltern jahrelanges Warten auf Möglichkeiten, die in anderen europäischen Ländern längst erfolgreich praktiziert werden. (Schluss) wf/mp

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