Die ÖBB sind "klima:aktiv" für Niederösterreich

Neues Abfall-Logistikzentrum für Niederösterreich West in Amstetten feierlich eröffnet

Abfallverwertungsanlage der AVN nach Dürnrohr (Bezirk Tulln) - Seit 1. Jänner 2004 befördert der ÖBB Güterverkehr rund 90 % des niederöster-reichischen Restmülls zur neu errichteten
und
seit 1. März 2004 sind die ÖBB der erste klima:aktiv Partner des Lebensministeriums. Sie fragen sich wie diese beiden Dinge zusammenhängen? Ganz einfach, mit den Transporten des Mülls auf der Schiene können Niederösterreich pro Jahr rund 3.500 Tonnen Co2 Ausstoß erspart werden.****

Seit Jahresbeginn 1.200 Container von Amstetten auf der Schiene Heute, 19. Mai 2004, erfolgt die feierliche Eröffnung des Logistikzentrums für Niederösterreich West. In einer Rekordbauzeit von 3 Monaten wurde das Projekt, eine Partnerschaft zwischen dem Gemeindeverband für Umweltschutz in der Region Amstetten, der Firma Metallrecycling und ÖBB - Rail Cargo Austria, fertiggestellt. Von September bis Dezember 2003 wurde mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund 2,8 Mio. Euro die neue Verladestation in Amstetten errichtet, von der täglich im Durchschnitt 12 Container mit Restmüll - insgesamt etwa 160 Tonnen - per Bahn die Reise in die Abfallverwertung nach Dürnrohr (Bahnhof Moosbierbaum-Heiligeneich) antreten. Vor der Verladung wird der Müll im Abfall-Logistikzentrum Amstetten gepresst, um das Transportvolumen bestmöglich zu nutzen. Die gesamte Transportlogistik wird durch die ÖBB Tochter Entsorgungslogistik Austria organisiert.

290.000 Jahrestonnen Abfall aus ganz NÖ per Bahn in die Abfallverwertung
Die in der thermischen Abfallverwertungsanlage anfallende Schlacke, das sind jährlich rund 60.000 Tonnen, wird ebenfalls auf der Schiene von Dürnrohr auf Deponien im In- und Ausland transportiert. Mit dem Vollbetrieb der AVN Anlage wird somit eine Aufkommenssteigerung bis zu 350.000 Tonnen im Bahnhof Moosbierbaum-Heiligeneich erwartet.

Der Bahnhof Moosbierbaum-Heiligeneich ist die größte Güterabfertigungsstelle Niederösterreichs. Im Jahr 2003 betrug das Aufkommen bereits rund 1,3 Mio. Tonnen.
Zusätzlich wird das Kraftwerk Dürnrohr aufgrund des steigenden Kohlebedarfs durch erhöhten Stromverbrauch weitere 170.000 Tonnen Kohle auf der Schiene beziehen. Damit wird für den Bahnhof Moosbierbaum-Heiligeneich für das Jahr 2004 ein Aufkommenszuwachs von etwa 520.000 Tonnen kalkuliert.

Entlastung der Straße - Täglich Restmüll per Bahn nach Dürnrohr In den ersten 5 Monaten des Jahres 2004 konnten mit dem Transport von rund 12.300 Containern auf 4.100 Wagen aus ganz Niederösterreich der Umwelt rund 6.100 LKW-Fahrten erspart werden. Hochgerechnet auf 2004 werden durch Verlagerung von der Straße auf die Schiene weit über 14.000 LKW-Fahrten in Niederösterreich vermieden, wodurch Verkehr und Umwelt bedeutend entlastet werden.

Die ÖBB sind erster klima: aktiv Partner des Lebensministeriums. Die CO2-Emissionen aus dem Verkehr sind zwischen 1990 und 2001 um 48,3 Prozent gestiegen und machten 2001 bereits 22 % aller Treibhausgasemissionen in Österreich aus.

Berechnungen des Umweltbundesamtes haben nun gezeigt, dass der Klimavorteil der Bahn größer ist als bisher angenommen. Das Umweltbundesamt erstellte exakte Berechnung der CO2-Emissionen der ÖBB im Vergleich zu einem durchschnittlichen LKW. Hier beträgt der Klimavorteil der Bahn gegenüber dem LKW pro transportierter Tonne den Faktor 27,5. Der LKW-Verkehr belastet die Umwelt beinahe 30 Mal stärker als die Bahn.

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