"Trigos 2004" - Zwischenbilanz eines erfolgreichen Jahres der Initiative "CSR Austria"

CSR Austria: Gesellschaftliche Verantwortung als gelebte Realität

Wien (OTS) - Völlig neue Kooperationsprojekte zwischen Wirtschaft und Gesellschaft von CSR Austria initiiert

Erfolgreich wirtschaften und dabei verantwortungsvoll gegenüber allen Stakeholdern handeln: Für viele österreichische Unternehmen ist dies bereits gelebte Realität. Immer mehr österreichische Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bewusst, suchen daher den Dialog mit ihren Interessensgruppen (MitarbeiterInnen, Kunden, Lieferanten, Investoren und Dialoggruppen aus dem gesellschaftlichen Umfeld und dem Umweltbereich) und setzen entsprechende Aktivitäten.

Initiative "CSR Austria": Motor für gesellschaftliche Verantwortung in Unternehmen Transparenz, Vertrauen und Glaubwürdigkeit von Unternehmen sind wesentliche Faktoren für langfristigen wirtschaftlichen Erfolg, die den entscheidenden Vorteil im Wettbewerb sichern.
Die Initiative "CSR Austria", die gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gegründet wurde, liefert den Beitrag der Wirtschaft zur österreichischen Nachhaltigkeitsstrategie. Es geht darum, eine Balance zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem zu finden. "Ziel ist, wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden und so zur Realisierung der Nachhaltigkeitsvision beizutragen," erklärt IV-Vizepräsident Dr. Veit Sorger. In diesem Sinne ist CSR (Corporate Social Responsibility, gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen) als konkretes Managementkonzept zur Implementierung der Nachhaltigkeit in das Unternehmen zu verstehen.

Die zwei Hauptziele der Initiative sind daher: der Bevölkerung zu zeigen, was Österreichs Unternehmen schon heute für die Gesellschaft leisten und gleichzeitig Unternehmen zu motivieren, verstärkt gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und diese auch zu kommunizieren.

In einem breit angelegtem Dialog zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft ist das Leitbild "Erfolgreich wirtschaften. Verantwortungsvoll handeln." erarbeitet worden. Seine Kernaussage lässt sich in einem Satz zusammenfassen: "Unternehmen mit Verantwortung sind wirtschaftlich erfolgreich, eingebunden in die Gesellschaft und verantwortlich für Umwelt und Zukunft." Es soll Unternehmen unterstützen und motivieren, gesellschaftliche Verantwortung umzusetzen. Ein Ergebnis dieses Dialogs ist, dass neue Partnerschaften zwischen Unternehmen und NPOs entstanden sind. Das beste Beispiel dafür ist Trigos. "Die für Trigos eingereichten Projekte und vor allem die Sieger demonstrieren die bereits beachtlichen Leistungen österreichischer Unternehmen für die Gesellschaft. Sie beweisen, dass gesellschaftliche Verantwortung für Unternehmen nicht nur ein Schlagwort, sondern ein Zukunftsthema ist:
Erfolgreich wirtschaften und verantwortungsvoll handeln gehen gut zusammen", so Sorger.

Trigos 2004: Erstmals 9 Unternehmen als "Unternehmen mit Verantwortung" ausgezeichnet

Mit Trigos als erste konkrete Umsetzungsmaßnahme der Initiative "CSR Austria" wurden nun erstmals jene Unternehmen ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr bereits entsprechende Projekte, idealerweise eingebettet in eine CSR-Unternehmensstrategie, gestartet oder realisiert haben. Die Überreichung des Trigos 2004 fand am 18. Mai 2004 im Rahmen einer festlichen Gala mit mehr als 350 Gästen aus Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Medien und Kultur im Siemens Forum statt. Übergeben wurden die Trophäen von Vertretern der Initiatoren und BM Dr. Martin Bartenstein.

Trigos steht für die drei Werte "Erfolgreich wirtschaften - Andere einbeziehen - An Umwelt und Zukunft denken" und ist eine Initiative von Caritas, Österreichischem Roten Kreuz, SOS-Kinderdorf, WWF Österreich, Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammer Österreich und HUMANS.WORLD. "Diese Kooperation ist einzigartig und symbolisiert den neuen Geist, der zwischen Unternehmen und Hilfsorganisationen langfristig entstehen soll: Win-win-win - Situationen für beide Seiten und die Gesellschaft zu schaffen", betont Dr. Helmut Pechlaner, Präsident des WWF Österreich.

Die Einreichfrist startete am 13. Jänner und endete am 6. April 2004. Teilnahmeberechtigt waren alle österreichischen Unternehmen, die im Jahr 2003 CSR-Projekte gestartet, abgeschlossen oder entsprechende Strategien implementiert haben. Die Einreichungen konnten in den drei Kategorien "Gesellschaft", "Arbeitsplatz" und "Markt" vorgenommen werden, wobei innerhalb der Kategorien eine weitere Unterteilung nach Unternehmensgröße - groß, mittel, klein- erfolgte. In der Kategorie Gesellschaft wurde aktives Engagement für die Gesellschaft und verantwortungsvolle Mitgestaltung prämiert - darunter fiel auch die Wahrnehmung der ökologischen Verantwortung durch Unternehmen. In der Kategorie Arbeitsplatz wurden vorbildliche Maßnahmen für Gleichbehandlung, Bildung und Motivation der MitarbeiterInnen ausgezeichnet, während in der Kategorie Markt die Verantwortung für Produkt und Dienstleistung sowie Offenheit und Transparenz gegenüber Kunden und Partnern ausschlaggebend war.

Mehr als 50 Prozent der Einreichungen stammen von KMUs
Eingereicht wurden Projekte von insgesamt mehr als 80 Unternehmen, aus denen eine neunköpfige Jury 26 Nominierungen und aus diesen neun Unternehmen - je ein großes, mittleres und kleines Unternehmen in den drei Trigos-Kategorien - als Sieger ermittelte.
Besonders beachtenswert ist die Tatsache, dass mehr als mehr als die Hälfte (52,5 %) aller Einreichungen von kleinen (weniger als 50 MitarbeiterInnen) und mittleren Unternehmen (weniger als 250 MitarbeiterInnen) erfolgten. Damit wurde der Beweis erbracht, dass die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Verantwortung längst nicht mehr ausschließlich eine Sache von großen Unternehmen ist.

In einem zweistufigen Verfahren und anhand eines einfachen und transparenten Punktesystems wurde nach den Kriterien "Anlass und Lösung", "Vorbild", "Partnerschaft", "Integration" und "Nutzen" sowie der Gesamteindruck bewertet. In den Gesamteindruck und damit in die Jurybewertung flossen noch - optional skizzierte - CSR-Strategien und weitere Projekte mit ein. Gewinner war das Projekt mit der höchsten Punktezahl in der jeweiligen Kategorie und Unternehmensgröße.

Dabei wurden folgende Unternehmen von den Juroren, bestehend aus Vertretern der Trigos-Initiatoren - nämlich Stv.GS Dr. Werner Kerschbaum (ÖRK), GS Stefan Wallner (Caritas), Renate Lehnort (Leiterin PR/CSR SOS-Kinderdorf), GF Dr. Günther Lutschinger (WWF Österreich), GS Dkfm. Lorenz Fritz (Industriellenvereinigung), Stv.GS Dr. Reinhold Mitterlehner sowie Andreas Reinisch (Mitgesellschafter HUMANS.WORLD) mit fachlicher Unterstützung von Prof. Dr. Ingeborg Gerda Gabriel (Vorstand des Instituts für Sozialethik der Katholisch-Theologischen Fakultät an der Uni Wien) sowie Prof. Dr. Christoph Badelt (Rektor der WU-Wien) ausgezeichnet:

Kategorie Gesellschaft: Großes Unternehmen: Philips Austria GmbH "Philips Schülerfonds der

Caritas"
Mittleres Unternehmen: Omicron electronics GmbH "Crossing Borders"

Kleines Unternehmen: Brainbows Informationsmanagement GmbH "Orangefarm Township" Kategorie Arbeitsplatz: Großes Unternehmen: Eybl International AG "Eybl Deta"

Mittleres Unternehmen: Dynea Austria GmbH "Betriebliche Sozialarbeit - aus Verantwortung für die Menschen im Betrieb"

Kleines Unternehmen: Trachten-Damenmode Pachatz "Flexibles Arbeitszeitmodell" Kategorie Markt: Großes Unternehmen: VA TECH HYDRO GesmbH & Co "Wasserkraftwerk

Bulgarien"
Mittleres Unternehmen: Gugler print & media GmbH
Kleines Unternehmen: Verpackungszentrum Graz "Entwicklung von Gewebesäcken und Big Bags aus Naturfasern

"Überzeugt hat die Jury vor allem der integrative und nachhaltige Ansatz der Sieger-Projekte. Die Jury-Entscheidung war daher eine sehr klare, wie wohl die Qualität der nominierten Unternehmen aber auch aller eingereichten Projekte besonders beeindruckend war", so Pechlaner abschließend. "Dies bestärkt uns in unserer Initiative und in dem Bemühen, Unternehmen zu ermutigen, CSR-Projekte mit NPOs auf langfristiger Basis durchzuführen".

Steuerliche Absetzbarkeit von Spenden unterstützt Unternehmen in ihren CSR- Aktivitäten

Um gemeinsame Projekte zwischen Unternehmen und NPOs in Zukunft noch stärker zu forcieren, ist das Thema "steuerliche Absetzbarkeit von Spenden" sowohl von Unternehmer-

als auch von NPO-Seite ein wichtiges Anliegen. Die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden unterstützt Unternehmen in ihren CSR-Aktivitäten. Dies wird auch durch eine Studie im Auftrag der Initiative "CSR Austria" bestätigt, laut der 78 Prozent der Befragten die steuerliche Absetzbarkeit als Unterstützung für ihr CSR-Engagement erachten. "Spenden sind oft ein erster Schritt hin zu einer langfristigen Partnerschaft und unterstützen österreichische Organisationen, die für die Zivilgesellschaft maßgebliche gesellschaftliche Leistungen erbringen", hebt Caritas-Präsident Franz Küberl hervor.

Künftige Projekte der Initiative CSR Austria

Basierend auf Erfahrungen, die in Vorarlberg gemacht wurden, ist das Projekt "Brückenschlag Austria" im Entstehen. Dabei erhalten Verantwortungsträger von Unternehmen und NPOs die Gelegenheit, für eine Woche den Arbeitsplatz zu tauschen und beim jeweiligen Partner aktiv mitzuarbeiten. "Durch diese Erfahrung wird das Verständnis für die Arbeitsweise des anderen erhöht und erkannt, wo Missverständnisse liegen und wie man sich gegenseitig unterstützen kann," erklärt Sorger.

Ein praxisorientiertes CSR-Projekt sind die "72 Stunden - ohne Kompromiss", die die Katholische Jugend gemeinsam mit Caritas und Ö3 im Oktober durchführen wird. Dabei sollen sich Jugendliche drei Tage lang in sozialen Hilfsprojekten engagieren. "CSR Austria" unterstützt diese Aktion und möchte darüber hinaus Firmen motivieren, sich daran zu beteiligen.

Ziel ist es, mittel- und langfristige Strukturen aufzubauen, die Unternehmen bei der Umsetzung ihrer eigenen Maßnahmen unterstützen. Die Erfahrungen aus Österreich sollen auch verstärkt in den europäischen Dialog eingebracht werden, denn Rückmeldungen aus anderen europäischen Ländern und der EU-Kommission zeigen, dass "CSR Austria" bereits jetzt eine Vorreiterrolle in Europa einnimmt.

Die Initiatoren:

Industriellenvereinigung
Wirtschaftskammer Österreich
Österreichisches Rotes Kreuz
Caritas Österreich
WWF Österreich
SOS-Kinderdorf Österreich
HUMANS.WORLD

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Mag. Wilhelm Autischer
Tel: 71135/2395
E-Mail: w.autischer@iv-net.at
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Trigos-Informationsbüro
Mag. Vita Exner
Tel: 01/71786-508
E-Mail: office@trigos.at
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