Bösch: "Keine voreilige Reduzierung der Wehrdienstzeit"

"Heimatschutz muß gesichert sein"

Wien, 2004-05-19 (fpd) - Im Rahmen der Diskussion über die Reform unseres Heeres, sprach sich heute der freiheitliche Wehrsprecher und Obmann des Landesverteidigungsausschusses Dr. Reinhard E. Bösch klar gegen eine voreilige Reduzierung der Dauer des Grundwehrdienstes aus.****

Da ein Berufsheer, unter Berufung auf eine Studie aus dem Jahr 2001, derzeit nicht finanzier- und organisierbar sei, müsse bis dahin die Wehrpflicht in der Dauer von acht Monaten aufrechterhalten werden, um die flächendeckende Struktur des Bundesheeres gewährleisten zu können. Dies sei nötig, um die Aufgaben Heimatschutz, also Schutz gegen neue Bedrohungen wie internationaler Terrorismus und Hilfeleistung bei Naturkatastrophen, Landesverteidigung sowie internationale Einsätze erfüllen zu können. Bösch schlug jedoch vor dies in einem periodischen Abstand von fünf Jahren erneut zu prüfen.

Für grundsätzlich richtig erachtet der freiheitliche Wehrsprecher die Grundwehrdiener nach der Ableistung ihres Grundwehrdienstes direkt in die Reserve zu überstellen, ohne weiterhin übungspflichtig zu sein. Was nicht nur für die Administration, sondern auch für die Grundwehrdiener Erleichterungen bedeute. "Zu Waffenübungen soll hingegen eine Kadermiliz herangezogen werden, welche durch einen finanziellen Anreiz auf freiwilliger Basis aufgestellt werden und die Führungsfunktionen der Reserve - Bataillone abdecken soll".

Laut Bösch müsse an einer freiwilligen Kadermiliz sowie einer organisierten Reserve festgehalten werden, um die flächendeckende Assistenzfähigkeit des Bundesheeres, den Heimatschutz, gegen die neuen Bedrohungen, gewährleisten zu können. (Schluß)

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